Beschwerdeflut zu Online-Bestellungen

Die AK Vorarlberg gibt Tipps, wie Sie sich vor Betrügern und unerwarteten Kosten schützen.

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AK Tipp: Online einkaufen

Datum: 08.11.2019,

Das Internet holt die ganze Welt nach Hause. Eine feine Sache. Doch in den vergangenen Monaten häufen sich bei der AK Vorarlberg die Beschwerden: Die bestellte Ware kommt nicht oder der Kunde sieht sich unerwartet mit einer Forderung des Zolls konfrontiert (die höher als der Kaufpreis sein kann). Die Gründe sind in solchen Fällen meist entweder unseriöse Plattformen bzw. Unternehmen, die ihren Sitz im EU-Ausland haben.

Adresse ist Ein und Alles

Der grundsätzliche Rat lautet deshalb: Immer das Impressum der Website prüfen und nachsehen, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. Am besten innerhalb der EU – nur hier greifen die Konsumentenschutzrechte der EU.
Ist keine Kontaktadresse vorhanden, ist auch keine Intervention möglich – es gibt keine Gewährleistung und der Rücktritt vom Kauf ist unmöglich.

Die Konsumentenschützer kennen ein weiteres Problem: Zwar wird eine Rücksendeadresse genannt, die befindet sich jedoch im EU-Ausland. Das erschwert eine Rücksendung und macht sie teuer.

Die Problematik mit dem Zoll

Zoll und Einfuhrumsatzsteuer, allenfalls auch Verbrauchsteuern auf Waren, fallen für die Konsumenten als Endverbraucher dann an, wenn diese in Drittländern (das sind alle Nicht-EU-Länder!) eingekauft und nach Österreich eingeführt werden. Zoll muss grundsätzlich ab einem Warenwert von 150 Euro entrichtet werden. 

Zölle und Einfuhrumsatzsteuer werden üblicherweise direkt bei der Paketzustellung eingehoben. Eine Zollbenachrichtigung wird dann an den Empfänger geschickt, wenn bei der Verzollung Unklarheiten auftreten. Die angeforderten Nachweise der Bestellung müssen vom Empfänger erbracht werden. 

Info

Fake-Shops im Internet

Täuschend auf echt gemachte Online-Shops bekannter Marken oder aufs Erste seriös erscheinende Internet-Shops sind ein zunehmend großes Ärgernis. Denn der Kunde bestellt, bezahlt – doch die Ware wird nicht geliefert und das Geld ist weg. 
Dies sind die wichtigsten Indizien, um sogenannte Fake-Shops zu erkennen und sich vor finanziellem Schaden zu schützen:

  • kein Impressum
  • fehlende Kontaktmöglichkeiten
  • auffallend günstige Preise
  • eingeschränkte Zahlungsmöglichkeiten
  • schlechtes Deutsch

Achtung: Auch Domain-Endungen .at oder .de können täuschen! Stellen Sie beim noch so kleinsten Zweifel eine (Google-)Recherche über den Namen des Online-Shops an! 

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TIPP

Internet-Betrüger erkennen:  Eine aktuelle Liste finden Sie auf www.watchlist-internet.at

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