Green AK: Nachhaltig arbeiten in der AK Vorarlberg

Die AK Vorarlberg macht sich stark, um die Transformation zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit zu beschleunigen. 

Auf dem Weg zur eigenen Klimaneutralität verpflichtet sich die AK Vorarlberg für den jährlich verursachten CO2-Fußabdruck von 253 Tonnen CO2 (Stand: 2020) zu einer CO2-Abgabe über die Plattform Klimacent Austria. Mit einem auferlegten Handlungsdruck, die Reduktion der eigenen Emissionen schnell voranzutreiben: Die AK Vorarlberg startet mit einer Zahlung von 50 Euro pro Tonne, der zu zahlende Betrag steigt jährlich um 7 Prozent. Das bedeutet: Je langsamer die Reduktion, umso teurer und umgekehrt: je schneller, desto besser. Die Mittel aus der Abgabe sollen im Rahmen von „Klimafitter Wald“ in regionale Klimaprojekte investiert werden, damit die Klimaeffekte und die Wertschöpfung in der Region stattfinden.

„Vorarlberg hat die Energieautonomie bis zum Jahr 2030 und die Klimaneutralität bis 2040 zum Ziel erklärt. Als Institution, die mehr als 165.000 Mitglieder im Land vertritt, tragen wir Verantwortung zur Verwirklichung dieses Zieles.“ 

Hubert Hämmerle

AK Präsident

Kooperationsvertrag mit AEEV

Dafür hat die AK Vorarlberg einen Kooperationsvereinbarung mit der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Vorarlberg (AEEV) geschlossen, dem regionalen Partner von Klimacent Austria. Die Vereinbarung sieht vor, dass die AEEV und die AK Vorarlberg einen Reduktionsplan für den CO2-neutralen Betrieb der AK Vorarlberg erarbeiten. Mit dem Kooperationsvertrag hat sich die AK Vorarlberg dafür entschieden, freiwillig eine „CO2-Steuer“ zu zahlen.

Was die AK Vorarlberg weiterhin fordert, ist eine sozial gerechte CO2-Steuer auf fossile Energieträger für alle. Die Steuerreform darf nicht jene zusätzlich belasten, die es sich nicht leisten können. Gerade kleine und mittlere Einkommen werden durch die Bepreisung von fossilen Treib- und Heizstoffen relativ stärker belastet – einerseits über den Verbrauch an der Zapfsäule bzw. beim Heizen, andererseits indirekt, weil Unternehmen versuchen werden, die höheren Produktionskosten auf die Verbraucher:innen zu wälzen. Die AK Vorarlberg schlägt vor, dass die Einnahmen aus der CO2-Steuer zum einen an private Haushalte zurückerstattet werden und zum anderen in Projekte für CO2-arme Energieversorgung und Mobilität investiert werden, die für Haushalte mit niedrigen Einkommen zugänglich sind.

  

Plattform Klimacent Austria

https://www.klimacent.at/

Die Plattform Klimacent Austria treibt in Österreich die Vernetzung für einen wirksamen Klimaschutz voran. Klimacent verbindet den Klimawandel als größte Herausforderung der Menschheit mit der kleinsten Einheit der Triebfeder der Wirtschaft: dem Geld. Als Bottom-Up-Initiative für eine CO2-Bepreisung ermöglicht Klimacent, dass freiwillige CO2-Abgaben für Projekte direkt vor der Haustüre zur Wirkung kommen. Damit wird nicht nur die Energie-Eigenversorgung, sondern auch die Kohlenstoffbindung durch Holzanwendungen oder Humusaufbau sowie effiziente Technologien und Bewusstseinsarbeit unterstützt.

Kund:innen von Klimacent sind Teil eines österreichweiten Netzwerkes, das sich aktiv für den Wandel einsetzt. Mit diesem Beitrag handeln sie zukunftsorientiert und warten nicht auf die Politik, sondern übernehmen Eigenverantwortung. Klimacent beschleunigt die Transformation zur ökosozial gerechten und klimaverträglichen Kreislaufwirtschaft, motiviert zur Vernetzung mit Gleichgesinnten, verbündet sich für die Einführung des erforderlichen politischen Rahmens – und macht dieses Engagement öffentlich.

Zu den regionalen Partnerorganisationen von Klimacent zählen die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Vorarlberg (AEEV), die Klima- und Energiemodellregionen (KEM) Alpbachtal, Saalachtal, Sterngartl Gusental, Almenland, Energie³ sowie die Ökostrombörse Salzburg.

Pressekonferenz vom 8.7.2021: "Klimaneutral mit Vorarlberger Projekten" (PDF)

 

Klimafitter Wald

https://www.klimafitterwald.at/

Der Wald ist im Klimawandel Hauptbetroffener und Lösung zugleich – und steht vor großen Herausforderungen. Das Projekt Klimafitter Wald ist die nationale Anlaufstelle für Waldbesitzer:innen, die Unterstützung bei der klimafitten Waldbewirtschaftung benötigen. Ein weiteres Anliegen ist die wissenschaftlich fundierte Wissensvermittlung an die interessierte Öffentlichkeit.

Österreichs Wald im Klimawandel: https://www.youtube.com/watch?v=rxwoUS2e-uc

 

KliNaWo – Klimagerechter Nachhaltiger Wohnbau

www.energieinstitut.at/klinawo

Das von der AK Vorarlberg unterstützte Projekt „KliNaWo“ ist ein wichtiger Schritt zu einem klimagerechten nachhaltigen Wohnbau in Vorarlberg. Die Forschungsfrage, an deren Beantwortung das Energieinstitut Vorarlberg und die Forschungseinrichtung AlpS (Innsbruck) beteiligt waren lautete: Wie lässt sich unter Betrachtung der Errichtungs- auch laufenden Energie- und Wartungskosten die kostenoptimale Variante über die gesamte Lebensdauer eines Gebäudes identifizieren und ausführen? Das Ergebnis kann mittlerweile besichtigt werden: Nach drei Jahren Forschung  konnte die Vogewosi im Herbst 2017 in Feldkirch Tosters das Pilotprojekt – ein Mehrfamilienwohnhaus mit 18 Wohneinheiten und einem Gemeinschaftsraum – fertigstellen.

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Bereits 2019 appellierte die AK Vorarlberg mit einem Steuerkonzept an die Bundesregierung, die Chance einer Steuerreform zu nutzen und für mehr Gerechtigkeit im System zu sorgen.

„Vorarlberg hat die Energieautonomie bis zum Jahr 2030 und die Klimaneutralität bis 2040 zum Ziel erklärt. Als Institution, die mehr als 165.000 Mitglieder im Land vertritt, tragen wir Verantwortung zur Verwirklichung dieses Zieles.“ 

Hubert Hämmerle

AK Präsident