Be­schäftig­ungs­pflicht & Aus­gleichs­taxe

Gebärdensprache

Die Gebärdensprachvideos des ServiceCenters ÖGS.barrierefrei, informieren gehörlose und hörbeeinträchtigte ArbeitnehmerInnen über ihre Rechte in der Arbeitswelt. Hier geht's zum Video: Beschäftigungspflicht und Ausgleichstaxe.


ArbeitgeberInnen, die in Österreich 25 oder mehr ArbeitnehmerInnen beschäftigen, sind verpflichtet auf je 25 ArbeitnehmerInnen mindestens einen begünstigten behinderten Menschen einzustellen. Die Anzahl der begünstigten behinderten Menschen, die eingestellt werden müssen, wird als Pflichtzahl bezeichnet.

Bei der Berechnung der Pflichtzahl (oder Pflichtstellen) wird von der Gesamtzahl der ArbeitnehmerInnen (ausschließlich Lehrlinge) eines/r Arbeitgebers/in ausgegangen. Auf die ermittelte Pflichtzahl werden die beschäftigten begünstigten behinderten ArbeitnehmerInnen angerechnet. Erreicht die Anzahl der beschäftigten begünstigten behinderten ArbeitnehmerInnen die Pflichtzahl, ist die Beschäftigungspflicht erfüllt.

Manche Personengruppen werden doppelt auf die Pflichtzahl angerechnet. Zum Beispiel blinde Menschen, begünstigte behinderte Jugendliche unter 19 Jahren, begünstigte behinderte Menschen für die Dauer eines Ausbildungsverhältnisses oder Menschen, die einen Rollstuhl benutzen u.a.

Ausgleichstaxe           

Erfüllen ArbeitgeberInnen ihre Beschäftigungspflicht nicht, ist für jede nicht besetzte Pflichtstelle eine Ausgleichstaxe zu bezahlen. Die Höhe der Ausgleichstaxe ist gestaffelt, je nach Anzahl der ArbeitnehmerInnen, und beträgt ab 1.1.2019:    

  • Für ArbeitgeberInnen, die bis zu 24 ArbeitnehmerInnen beschäftigen: keine Ausgleichstaxe
  • Für ArbeitgeberInnen, die 25 bis 99 ArbeitnehmerInnen beschäftigen: € 262 pro Monat pro nicht besetzter Pflichtstelle
  • Für ArbeitgeberInnen, die 100 bis 399 ArbeitnehmerInnen beschäftigen: € 368 pro Monat pro nicht besetzter Pflichtstelle                    
  • Für ArbeitgeberInnen, die 400 oder mehr ArbeitnehmerInnen beschäftigen: € 391 pro Monat pro nicht besetzter Pflichtstelle

Zweckwidmung der Ausgleichstaxe

Die Taxe fließt dem Ausgleichstaxfonds zu, der vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz verwaltet wird. Die Mittel dieses Fonds werden vor allem für die berufliche und soziale Förderung von Menschen mit Behinderung verwendet. Zudem erhalten ArbeitgeberInnen, die in Ausbildung stehende begünstigte behinderte Menschen beschäftigen, eine Prämie; die Mittel dienen aber auch der Errichtung und dem Ausbau von integrativen Betrieben.

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