Die Arbeiterkammer und Gewerkschaft im Ständestaat, 1933 bis 1938
Im Jahre 1926 fanden die letzten Arbeiterkammerwahlen statt. Da Wahlen einen großen Geld- und Kraftaufwand erforderten, wurden diese 1-931 im Einvernehmen aller Gewerkschaften und mit Rücksicht auf die Massenarbeitslosigkeit hinausgeschoben. Man verlängerte die Funktionstätigkeit der Kammer bis 1. Oktober 1933. Dadurch fiel diese aber bereits in die Zeit des autoritären Ständestaates, der in der Verordnung vom 21. 12. 1933 die Neuordnung der Arbeiterkammern erzwang.
Nach der Besetzung Österreichs durch das nationalsozialistische Deutschland wurden viele der österreichischen Kammerfunktionäre verhaftet, die Beamten ohne Anspruch auf Pension entlassen und das Vermögen von Gewerkschaft und Kammer der „Deutschen Arbeitsfront" übertragen.