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Bin ich umsatzsteuerpflichtig?

Bagatellegrenze für „KleinunternehmerInnen“

„KleinunternehmerIn“ sind Sie, wenn Sie nicht mehr als 30.000 Euro Umsätze netto, als freie/r DienstnehmerIn bzw. Neue/r Selbstständige/r pro Jahr erzielen. Das entspricht 36.000 Euro brutto inkl. 20 % Umsatzsteuer 33.900 brutto inkl. 13 % bzw. 33.000 Euro brutto inkl. 10% Umsatzsteuer. Unter Umsätze versteht man die Beträge, die auf den Honorarnoten ausgewiesen sind. Allfällige Ausgaben (z.B. Sozialversicherungsbeiträge) sind noch nicht abgezogen.

Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit spielen bei der Frage, ob man über die 30.000-Euro-Grenze kommt, keine Rolle. Nur Ihre Einnahmen aus selbstständigen Tätigkeiten (freier Dienstvertrag, Werkvertrag) zählen.

KleinunternehmerInnen sind umsatzsteuerbefreit

Als KleinunternehmerIn brauchen Sie keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Sie dürfen aber auch keine Vorsteuer abziehen, wenn Sie eine Investition oder dergleichen tätigen.

Achtung!

Als KleinunternehmerIn dürfen Sie auf Ihren Honorarnoten keine Umsatzsteuer ausweisen! Tun Sie es dennoch, müssen Sie die Umsatzsteuer jedenfalls an das Finanzamt abführen. Und zwar auch dann, wenn Ihr Umsatz vielleicht weit unter der 30.000-Euro-Grenze liegt.

Verzicht auf die Umsatzsteuer-Befreiung

Manchmal kann es nachteilig sein, keine Vorsteuer abziehen zu können. Zum Beispiel, wenn Sie größere Investitionen tätigen müssen, etwa Computer samt teurer Software. Oder wenn Sie nur mit AuftraggeberInnen in Geschäftsbeziehung stehen, die vorsteuerabzugsberechtigt sind. Als KleinunternehmerInnen haben Sie daher das Recht, auf die Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht zu verzichten. In diesem Fall müssen Sie dem Finanzamt schriftlich mitteilen, dass Sie künftig der Regelbesteuerung unterliegen wollen.

Achtung!

Der Verzicht auf die Umsatzsteuer-Befreiung ist für fünf Jahre bindend. Sie müssen in der Folge die Umsatzsteuer, die auf Ihren Honorarnoten ausgewiesen ist, an das Finanzamt abführen, und zwar mit den „Umsatzsteuervoranmeldungen“ (Formular U 30) bzw. der Umsatzsteuererklärung (Formular U 1). Die Umsatzsteuervoranmeldung muss vierteljährlich oder monatlich beim Finanzamt abgegeben werden.

Wer muss welche Erklärung abgeben?

  • Nehmen Sie die Kleinunternehmerregelung in Anspruch, müssen Sie bei Jahresumsätzen bis 30.000 Euro überhaupt keine Umsatzsteuererklärung beim Finanzamt abgeben (außer Sie werden vom Finanzamt dazu aufgefordert).
  • Haben Sie Umsätze von über 30.000 Euro pro Jahr oder einen Regelbesteuerungsantrag gestellt, müssen Sie Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben (entweder monatlich oder, bei Umsätzen unter 100.000 Euro, vierteljährlich).

Umsatzsteuergrenze überschritten?

Innerhalb von fünf Jahren können Sie als freie/r DienstnehmerIn einmalig die Grenze von 30.000 Euro um maximal 15 Prozent überschreiten und daher Einnahmen von bis zu 34.500 Euro netto bzw. 41.400 Euro brutto haben (bei einem Steuersatz von 20%), ohne aus der KleinunternehmerInnenregelung zu fallen.

Gewinnfreibetrag

Zur Steuerentlastung gibt es für freie DienstnehmerInnen seit 2010 einen Gewinnfreibetrag. So können Sie ihn einfach errechnen und geltend machen.

Gewinn-Ermittlung

Freie DienstnehmerInnen sind für ihren Gewinn steuerpflichtig. Wie errechnen Sie diesen? Was hat es mit der Betriebsausgabenpauschale auf sich?

Absetzen geringwertiger Wirtschaftsgüter

Welche Güter können Sie steuerlich absetzen? Wie und in welchen Zeitintervallen wird die Abnutzung berechnet? Wie führen Sie ein Anlageverzeichnis?

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