Familienbeihilfe

Wer hat Anspruch auf Familienbeihilfe?

Sie haben Anspruch auf Familienbeihilfe für Ihr Kind bzw. Ihre Kinder, wenn Sie Ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben und mit dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben. Die Familienbeihilfe wird beim Wohnsitzfinanzamt beantragt. Der Anspruch besteht unter diesen Voraussetzungen für alle Kinder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Anspruch auf Familienbeihilfe haben

  • Österreichische Staatsbürger:innen
  • EU/EWR-Staatsbürger:innen & Schweizer Staatsbürger:innen
  • Drittstaatsangehörige, die sich auf Grund eines auf Dauer ausgerichteten Aufenthaltstitels in Österreich aufhalten  
  • Anerkannte Flüchtlinge nach dem Asylgesetz
  • Geflüchtete aus der Ukraine, die ein vorübergehendes Aufenthaltsrecht haben (rückwirkender Anspruch ab 12. März 2022 für die Dauer ihres Aufenthalts, maximal bis 3. März 2024).
  • Aufenthaltsberechtigte, die nach dem Asylgesetz besonderen Schutz genießen
  • Subsidiär Schutzberechtigte (sofern keine Leistungen aus der Grundversorgung bezogen werden und Erwerbstätigkeit vorliegt) 

Für Bürger:innen aus der EU/EWR und der Schweiz gilt: 

  • Sie haben in jenem Staat vorrangig Anspruch auf Familienleistungen, in dem Sie die Beschäftigung ausüben, auch wenn sich die Familie ständig in einem anderen EU-Mitgliedsstaat oder der Schweiz aufhält. 
  • Arbeiten die Eltern in unterschiedlichen Unionsmitgliedsstaaten, ist jener Staat vorrangig für die Familienleistungen zuständig, in dem das Kind lebt. 
  • In diesem Fall muss jener Staat, der die höheren Familienleistungen vorsieht, eine Differenzzahlung auf sein Leistungsniveau aufzahlen. 

Im Juni 2022 wurde die Indexierung der Familienbeihilfe vom EuGH als unionsrechtswidrig eingestuft.  Die Familienleistungen werden ab dem Anspruchsmonat Juli 2022 nicht mehr an das Preisniveau des Wohnstaates der Kinder angepasst und die Differenzbeträge rückerstattet. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wer hat ab 18 noch Anspruch auf Beihilfe?

Für Kinder, die bereits 18 sind, besteht nur dann Anspruch auf die Familienbeihilfe, wenn sie für einen Beruf (Lehre, Schule, Studium, Fachhochschule etc.) aus- oder fortgebildet werden.

In den Zeit zwischen Matura und Präsenz-, Zivil- oder Ausbildungsdienst gibt es Familienbeihilfe, wenn die Berufsausbildung nach Ende des Dienstes so rasch wie möglich fortgesetzt wird.

In der Zeit zwischen Ende des Präsenz-, Zivil- oder Ausbildungsdienstes und Beginn einer Ausbildung gibt es ebenfalls Familienbeihilfe.

Achtung!

Für Kinder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und in keiner Berufsausbildung mehr stehen, besteht kein Anspruch auf Familienbeihilfe - auch dann nicht, wenn sie beim Arbeitsmarktservice als arbeitslos vorgemerkt sind.

Achtung

Während des Präsenz, Zivil- oder Ausbildungsdienstes besteht KEIN Anspruch auf Familienbehilfe!

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