Beihilfe zum Kinder­be­treu­ungs­geld

Eltern, deren Kinder ab dem 1.1.2010 geboren wurden, haben unter be­stimmt­en Vor­aus­setz­ung­en Anspruch auf eine Beihilfe zum pauschalen Kind­er­be­treu­ungs­geld.

Achtung!

Die Beihilfe ist wie das Kinderbetreuungsgeld beim zuständigen Sozial­ver­sich­er­ungs-Träger (Gebietskrankenkasse) zu beantragen und kann maximal 365 Tage lang ab der erstmaligen Antragstellung bezogen werden. Sie muss nicht zurückgezahlt werden, wenn die Zu­ver­dien­st­grenz­en eingehalten werden.

Wie hoch die Beihilfe ist

Die Höhe der Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld beträgt 6,06 Euro täglich bzw. 181,80 Euro pro Monat und wird ab der erstmaligen Antragstellung für maximal 365 Tage ausbezahlt.

Wer die Beihilfe bekommt

Alleinerziehende Mütter oder Väter

Anspruch auf Beihilfe haben alleinerziehende Mütter oder Väter, die ledig, geschieden oder verwitwet sind, keinen gemeinsamen Wohnsitz mit dem ander­en Elternteil haben und ab 1.1.2020 nicht mehr als 7.300 Euro an maß­geblich­en Einkünften dazuverdienen, und zwar bezogen auf das Kalenderjahr. Dies entspricht einem monatlichen Verdienst von € 460,66 Euro 14 Mal im Jahr.

Zwischen 1.1.2017 und 31.12.2019 durfte nicht mehr als 6.800 Euro pro Jahr verdient werden, dies entsprach einen monatlichen Verdienst von 446,81 Euro pro Bezugsmonat.

Zwischen 1.1.2014 und 31.12.2016 durfte nicht mehr als 6.400 Euro pro Jahr verdient werden, dies entsprach rund 386 Euro pro Bezugsmonat.

Achtung!

Für die Bemessung des Zuverdienstes werden rückwirkend ab 1.1.2010 nur mehr jene Kalendermonate herangezogen, in denen die Beihilfe an allen Kalendertagen bezogen wurde.

Elternteile in Ehe oder Lebensgemeinschaft

Anspruch haben außerdem Elternteile, die in Ehe oder Lebens­ge­mein­schaft leben, wobei der beziehende Elternteil ab 1.1.2020 nicht mehr als 7.300 Euro oder monatlich 460,66 Euro verdienen darf.

Folgenden Einkommensgrenzen gelten für die vorhergehenden Jahren: 

  • 1.1.2017 bis 31.12.2019: 6.800 Euro 
  • 1.1.2014 bis 31.12.2016: 6.400 Euro
  • bis 31.12.2013: 6.100 Euro 

Ein Zuverdienst in Höhe der Geringfügigkeitsgrenze ist dem beziehenden Elternteil pro vollem Bezugsmonat dadurch möglich.  Auch für den zweiten Eltern­teil bzw. die Partnerin oder den Partner gilt eine Einkommensgrenze zur Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld.

Der andere Elternteil darf nicht mehr als 16.200 Euro im Kalender­jahr ver­dien­en. Der Betrag von 16.200 Euro entspricht einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.235 Euro 14 Mal im Jahr.  

Rückforderung bei zu hohem Verdienst

Wenn Sie bestimmte Zuverdienstgrenzen überschreiten, wird die Beihilfe teil­weise oder ganz zu­rück­ge­fordert.

  • Bei Alleinerziehenden: Wenn Sie die Zuverdienstgrenze um weniger als 15 % überschreiten, wird von Ihnen jener Betrag zurückgefordert, mit dem sie die Zuverdienstgrenze überschritten haben.                                                             
  • Bei Paaren: Wenn beide Zuverdienstgrenzen weniger als 15% überschritten werden, verringert sich die Beihilfe um den Betrag, um den die Beihilfe über­schritten wurde. Wenn aber nur eine der beiden Zuverdienstgrenzen um mehr als 15% überschritten wurde, müssen Sie die gesamte Beihilfe im be­treff­end­en Kalenderjahr an die Krankenkasse zurückzahlen. Die Ge­biets­krank­en­kasse kann eine zu Unrecht bezogene Beihilfe von beiden Eltern­teil­en zurückfordern.

Achtung

Wird die Zuverdienstgrenze um 15 % oder mehr überschritten, so erfolgt die Rückforderung der gesamten Beihilfe!

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Achtung

Wird die Zuverdienstgrenze um 15 % oder mehr überschritten, so erfolgt die Rückforderung der gesamten Beihilfe!