Staatspreis für AK Vorarlberg: „Grüne Wand“ für klimagerechtes Bauen ausgezeichnet
Ausgezeichnet für den Mut zur Veränderung: Heute wurde die AK Vorarlberg in Wien beim Staatspreis für Klimawandelanpassung prämiert. Während andernorts über urbane Hitze noch diskutiert wird, kühlt die Arbeiterkammer ihr Hauptgebäude in Feldkirch bereits heute auf natürlichem Weg. Der dritte Platz in der Kategorie „Hitze und Trockenheit“ belegt: Wir müssen Lösungen schaffen, die ökologisch wie ökonomisch den Standard von morgen setzen.
Mit der Verleihung des dritten Platzes beim Staatspreis durch das Klimaschutzministerium und den Klima- und Energiefonds rückt die AK Vorarlberg in die Aufmerksamkeit der nationalen Klimapolitik. Während anderswo auf konventionelle, stromfressende Kühltechnik gesetzt wird, um auf die zunehmende urbane Hitze zu reagieren, hat die AK Vorarlberg 2023 mit der von Architekt Rainer Huchler und Pflanzenspezialist Conrad Amber geplanten „Grünen Wand“ ein System realisiert, das heute als Best-Practice für ganz Österreich gilt.
Ein Meilenstein für visionäre Stadtentwicklung
Für AK Präsident Bernhard Heinzle ist die Auszeichnung eine Bestätigung: „Dieser Preis zeigt, was möglich ist, wenn man die Vision hat, unsere Welt anders zu denken“, so Heinzle. „Wir wollen als AK nicht nur über den Klimawandel reden, sondern aktiv zeigen, dass Veränderung im urbanen Raum machbar ist und sich lohnt. Man stelle sich vor, ganze Städte würden so gebaut – das würde die urbane Lebensqualität massiv steigern.“
Natürliche Kühlung als wirtschaftlicher Standard
Dass die „Grüne Wand“ der Arbeiterkammer weit mehr als eine optische Verschönerung ist, unterstreicht AK Direktor Andreas Lampert. „Wir haben mit dem Projekt bewiesen, dass ökologische Lösungen auch ökonomisch die klügere Wahl sind. Dass unsere Vision einer natürlichen Klimaanlage nun ausgezeichnet wurde, bestätigt unsere Entscheidung“, hält Lampert fest. „Wir haben mit der grünen Wand ein Arbeitsklima geschaffen, in dem sich unsere Mitarbeiter:innen auch an Hitzetagen wohlfühlen – und das bei Betriebskosten, die niedriger sind als bei technischen Kühlsystemen.“
Ökologisches Kraftwerk an der Bärenkreuzung
Hinter der Grünfassade verbirgt sich ein hochkomplexes, aber wartungsarmes System. Die 700 Quadratmeter große Begrünung an der Bärenkreuzung nutzt die Kaminwirkung, um warme Luft abzuleiten und die Innenräume um bis zu fünf Grad Celsius zu kühlen. Die Bewässerung erfolgt ressourcenschonend über gesammeltes Regenwasser. Gleichzeitig ist die Wand zu einem ökologischen Hotspot geworden: Mitten in der Stadt finden heute Bienen, Schmetterlinge und sogar seltene Vögel wie das Wintergoldhähnchen einen Lebensraum.
Ein Erlebnis in voller Blüte
Ein Besuch vor Ort empfiehlt sich besonders in den kommenden Frühlingswochen. Wenn das Blattwachstum einsetzt und die Wand in voller Blüte steht, wird die Fassade zu einem echten Erfahrungsort für eine klimagerechte Zukunft. Für die AK Vorarlberg ist der Staatspreis sowohl Bestätigung als auch Auftrag, weiterhin als mutiger Impulsgeber voranzugehen.
Die „Grüne Wand“ auf einen Blick
- Projekt: Größte Fassadenbegrünung Vorarlbergs (700 Quadratmeter).
- Wirkung: Natürliche Kühlung der Innenräume um 3 bis 5 °C; ersetzt konventionelle Klimaanlagen.
- Technik: Vorgesetzte Konstruktion mit Kaminwirkung; automatisierte Regenwasser-Bewässerung (12.500-Liter-Zisterne).
- Ökologie: Rund 250 Pflanzen aus 50 Arten; Lebensraum für Insekten, Vögel und Fledermäuse.
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