Im Saal der AK in Feldkirch tagt das Arbeitnehmerparlament © AK Vbg.
Im Saal der AK in Feldkirch tagt das Arbeitnehmerparlament © AK Vbg.

AK ein unverzichtbarer Partner 

Die AK Vorarlberg hat im Vorjahr rund 136.000 Beratungen geleistet. In der Frühjahrssitzung befasste sich das Arbeitnehmerparlament mit den Auswirkungen der Steuerreform, gefährdeten Arbeitnehmerrechten und der oft in Frage gestellten Sicherheit der Pensionen. 

Das Arbeitsjahr der AK Vorarlberg hat heftig begonnen. Allein 8900 Kammermitglieder ließen sich im ersten Quartal 2019 steuerrechtlich beraten. Innerhalb von 18 Tagen erledigten die Experten der AK für 1200 Mitglieder Arbeitnehmerveranlagungen – die Arbeitnehmer konnten so 1,2 Millionen Euro vom Finanzamt zurückholen. Im Arbeitsrecht holten die Juristen teils durch Klagen mehr als 800.000 Euro für Arbeitnehmer heraus. Für Arbeitnehmer insolventer Betriebe konnte über eine Million Euro an Forderungen erfüllt werden.  

Ein Blick in den Saal während der Vollversammlung © AK Vbg.

Das Arbeitnehmerparlament, das am 16. Mai 2019 zu seiner Frühjahrssession zusammentrat, wurde Anfang des Jahres neu gewählt. Die finanziellen Bedürfnisse der 165.000 Mitglieder standen auch im Mittelpunkt der Beratungen. Denn das Jahr brachte eine Steuerreform. Entgegen der bisherigen Regierungslinie, die den Unternehmen äußerst entgegenkam, sind diesmal die Arbeitnehmer und Pensionisten die größten Nutznießer. Ab nächstem Jahr sollen sie um fünf Milliarden Euro pro Jahr weniger Steuern zahlen müssen. Das begrüßt die AK Vorarlberg. Dass die Entlastung nur stufenweise erfolgt, dass die Bundesregierung offensichtlich nicht daran denkt, die kalte Progression abzuschaffen, dass die ökologischen Anreize dieser Steuerreform über kleine Akzente nicht hinauswuchsen, das alles sind für alle Arbeitnehmervertreter mit Ausnahme der freiheitlichen Fraktion bittere Wermutstropfen.   

Fortschritte in der Lehre 

Dass sich der Einsatz der Arbeitnehmervertreter, der oft mühselig wie das Bohren dicker Bretter anmutet, dennoch lohnt, wird im Bildungsbereich sichtbar. Die Zwischenprüfung zur Halbzeit der Lehre, die von der AK jahrelang gegen erhebliche Widerstände verlangt wurde, setzt sich in immer mehr Branchen durch: Handel, Frisöre, Drogisten profitieren schon vom Kompetenzcheck, andere folgen. Der Digital Campus Vorarlberg, den die AK zusammen mit WK und Land ins Leben rief, hat mit über 300 bereits angemeldeten Interessenten voll eingeschlagen. Der Campus bringt dringend benötigtes Knowhow direkt in die Unternehmen.  

Schon mehr als 2500 Unterschriften 

Aber jedes noch so geglückte Arbeitsleben geht zu Ende. Was dann? Oder besser noch: Folgt die zurecht erwartete abgesicherte Pension oder stehen die Menschen dann vor dem Nichts? Vor wenigen Wochen haben Arbeitnehmervertreter fast aller Parteien zusammen mit dem AK-Präsidenten eine Plattform gegründet. Sie unterstützt die parlamentarische Bürgerinitiative der AK Vorarlberg zur verfassungsrechtlichen Absicherung des gesetzlichen Pensionssystems. Denn „eine wirklich verlässliche Altersabsicherung kann nur das gesetzliche Pensionssystem im Umlageverfahren gewährleisten“, ist AK-Präsident Hämmerle überzeugt. Bis heute haben mehr als 2500 Menschen unterschrieben. Unterstützen auch Sie jetzt die Initiative zur Sicherung des gesetzlichen Pensionssystems. Unterschriftenlisten hält die AK unter www.ak-vorarlberg.at/initiativepension zum Download bereit. Wichtig: Wir brauchen die Unterschriftenlisten im Original, Kopien und Mails mit eingescannten Listen zählen nicht.

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