Erpressungsversuch über Email

Sie scheuen vor nichts zurück: Dieser Tage sind Emails selbst ernannter „Info-Piraten“ in Umlauf. Sie drohen den Usern, deren intimste Geheimnisse im Internet preiszugeben, es sei denn, sie kaufen sich frei. „Alles leeres Gerede!“, betonen die AK-Konsumentenschützer. Nur die „Löschen“-Taste hilft da weiter.  

Eine Unterländerin staunte nicht schlecht, als sie eine Email mit dem Betreff „Ihr Benutzerkonto“ im elektronischen Briefkasten fand. Da stand frank und frei: „Wie Sie sich schon denken können, wurde Ihr Benutzerkonto gehackt.“ In weiterer Folge erläuterte der selbst ernannte „Info-Pirat“ seine bedrohliche Allmacht: „Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir Zugriff auf alle ihre Briefwechsel, soziale Netzwerke und Messengerdienste.“ Mehr noch: „Wir sind uns Ihrer kleinen und großen Geheimnisse bewusst, oh ja…“  

Er habe die Userin auf Pornoseiten im Internet ertappt und alle angeklickten Videos und Bilder mitgeschnitten. Sogar auf die Webkamera ihres Computers habe er Zugriff. Sie wolle doch bestimmt nicht, dass Angehörige „alle ihre Heimlichkeiten sehen“. Muss auch nicht sein. Einfach 300 US-Dollar in Form von Kryptowährung überweisen und gut ist. „Sie haben zwei Tage, um diese Summe einzuzahlen.“ Immerhin setzt der Erpresser ein höfliches „Passen Sie auf sich auf“ an den Schluss. 

Die Unterländerin schickte das Mail an ihre AK Vorarlberg. Sie konnte mit dem Vorwurf des heimlichen Pornografiekonsums rein gar nichts anfangen. „Die Dame ist 70 Jahre alt“, sagt AK-Konsumentenschützer Dr. Franz Vanlandro. Was tun, wenn solche Emails sich bemerkbar machen? „Löschen“, rät die AK, „nichts weiter.“ 

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