Drohmails sollen „Spenden“ erpressen

Ausspioniert? Ausgerechnet im Internet? Die eigene IP-Adresse offen wie ein Scheunentor? Genau damit bedrohen die jüngsten Web-Betrüger derzeit User in Vorarlberg und verlangen eine Art Schweigegeld in Bitcoins. „Alles Schwindel“, warnt der AK-Konsumentenschutz, „nur ja nicht reagieren!“ 

Die Mails kommen in verschiedenen Sprachen. Fast immer ist ein kleiner Teil der Nachricht in kyrillischer Schrift und russischer Sprache gehalten. Der Absender teilt dem Adressaten mit, dass er vor ein paar Monaten dessen Betriebssystem gehackt habe und jetzt „die volle Kontrolle über Ihr Gerät“ besitze. Das Passwort ändern helfe gar nichts: „Ich habe Ihren Router gehackt und meinen Code darin abgelegt. Als Sie versucht haben, eine Verbindung zum Internet herzustellen, hat mein Programm Ihr Gerät infiziert.“ Deshalb besitze er auch eine vollständige Kopie der Festplatte inklusive aller „E-Mail-Kontaktlisten, die Liste der von Ihnen besuchten Websites, Telefonnummern, Passwörter usw.“ 

Dass der anonyme Schreiber im Webbrowser-Verlauf des Opfers „schockierende“ Websites entdeckt habe, unterstreicht seine Forderung: „In den letzten 2 Monaten habe ich Sie mit Ihrer Gerätekamera ausspioniert. Vor allem, wenn Sie diese Websites besucht haben, um Spaß zu haben.“ 

Immerhin bleibt der Betrüger höflich: „Ich bitte ich Sie, mir eine Spende über das Bitcoin-Netzwerk zu senden. 2000 Euro ist ein fairer Preis.“ Bei Weigerung sende er kompromittierende Videos an Freunde und Verwandte. 

„Neu ist diese Masche nicht“, betont Konsumentenschützer Franz Valandro. Der AK-Konsumentenschutz verzeichnet aber dieser Tage wieder eine Welle an Drohmails und betont ein ums andere Mal: „Deponieren Sie die Nachricht dort, wo sie hingehört: Im Papierkorb.“

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