Datenklau statt Geld zurück

Das Finanzministerium will Ihnen Steuern zurückzahlen, sie müssen nur noch per Mausklick ihre Kontoinformationen aktualisieren? Bloß nicht! Die AK warnt erneut vor E-Mails mit dem Betreff „Steuerverwaltung“. „Hier handelt es sich um einen dreisten Betrugsversuch“, so die Steuerexperten der AK Vorarlberg. 

Die Nachricht liest sich in der Tat verlockend, sie stellt immerhin eine Steuerrückerstattung in Aussicht. Die „Verheißung“ im Wortlaut: 

„Hiermit teilen wir Ihnen mit, dass bei unserem Versuch einer Rückzahlung auf das bei uns bekannte Konto von Ihnen fehlgeschlagen ist. 

Bitte melden Sie sich bei Ihrem Steuerrückzahlungsportal an, um die Rückzahlung manuell abzuwickeln. Während des Prozesses können Sie die von Ihnen hinterlegten Kontoinformationen aktualisieren. 

Zahlungsdatum: 30.Juni 2018
Rechnungsnummer: BMF/33H0033/DE332
Betrag: €1,957.05 EUR“ 

Liest sich authentisch, wenn auch das Jahr „verrutscht“ ist, ist aber alles nur Fake: Der Link im E-Mail führt auf eine gefälschte Website im Stil von Finanz Online, die den User zur Angabe von persönlichen Daten und Kontoinformationen auffordert. Dass über diese Website außerdem Schadsoftware verteilt wird, ist durchaus möglich. Jedenfalls werden die User ahnungslos Opfer eines Datendiebstahls.  

Das Finanzministerium versendet grundsätzlich offizielle Informationen in Form von Bescheiden; das geschieht per Post oder wird in der Finanz Online Databox zugestellt. Per Mail passiert gar nichts. Also: Hände weg vom Link und die E-Mail sofort löschen, raten die AK-Steuerexpertinnen eindringlich.

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