Arbeitslosengeld: Endlich Bewegung!

AK-Präsident Hämmerle: „Anhebung auf 70 Prozent dringend notwendig“

Erfreut zeigt sich AK-Präsident Hubert Hämmerle über die Bewegung, die in die Diskussion über die Höhe des Arbeitslosengelds kommt. „Offenbar haben Grün und Türkis endlich erkannt, dass eine Nettoersatzrate von 55 Prozent für betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einfach zu wenig ist“, sagt Hämmerle. Die AK-Vollversammlung hat bereits im Mai einstimmig eine Resolution aller Fraktionen beschlossen, die u.a. eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 70 Prozent und nach drei Monaten eine schrittweise Reduktion auf 60 Prozent vorsieht. 

Die Corona-Krise hat es deutlich gezeigt: Die aktuelle Nettoersatzrate in der Arbeitslosenversicherung ist mit derzeit 55 Prozent einfach zu niedrig. „Das führt dazu, dass rund ein Viertel der Bezieher/innen innerhalb von fünf Monaten von Armut bedroht sind“, erklärt Hämmerle. 

Auch ein internationaler Vergleich bestätigt die Problematik: Österreich hat eine der niedrigsten Nettoersatzraten und liegt sogar unter dem OECD-Wert von 63 Prozent. Die Zeit für eine Reform drängt, denn durch Corona sind viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unverschuldet in die Arbeitslosigkeit gedrängt worden. „Diesen Druck spüren jetzt offensichtlich auch Kurz und Kogler“, zeigt sich der AK-Präsident erfreut, der daneben auch eine grundsätzliche Reform einmahnt: „Es muss im Rahmen der Diskussion auch erörtert werden, wie der Unsitte entgegengewirkt werden kann, dass Arbeitnehmer von verschiedenen Branchen auf Kosten der Allgemeinheit in der „Arbeitslose“ zwischengeparkt werden können.

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