Keyvisual Policy Paper Gemeinnütziger Wohnbau
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Gemeinnütziger Wohnbau und gemeinnütziges Wohnen

AK Policy Paper

Das österreichische Modell der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft gilt europaweit als Vorzeigemodell für die Schaffung von leistbarem Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten. Das Potential geht über die Bekämpfung von Wohnungsnot weit hinaus. 

Obwohl in Vorarlberg viele Haushalte unter hohen Marktmieten und unerschwinglichen Immobilienpreisen leiden, ist der Zugang zu gemeinnützigen Wohnungen einer viel zu schmalen Bevölkerungsschicht vorbehalten.

"Gemeinnütziger Wohnbau ist im Zusammenspiel mit der Wohnbauförderung ein ideales Instrument, um Wohnen leistbar zu machen. Der Zugang zu diesem Wohnsegment sollte einer breiteren Bevölkerungsschicht ermöglicht werden." 

Dr.IN Ulrike Stadelmann

AK Expertin Wohnpolitik

Die AK Vorarlberg fordert, dass angemessener Wohnraum für Haushalte, die über kein Erbe oder eine Schenkung verfügen, bezahlbar und erschwinglich bleibt und angesichts der sehr hohen Wohnkostenbelastungen in Vorarlberg zusehends ausgeweitet wird. Wie die jährliche AK Wohnumfrage zeigt, sind insbesondere Haushalte in privater Miete – quer durch alle Einkommensklassen - am stärksten durch Wohnkosten belastet.

Die AK Vorarlberg fordert, dass dem Modell der Wohnungsgemeinnützigkeit ein höherer Stellenwert eingeräumt wird.

Deshalb hat die AK Vorarlberg – unter Mitwirkung des GBV (Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen – Revisionsverband) – ein Policy Paper zum gemeinnützigen Wohnbau und gemeinnützigen Wohnen mit Blick auf Vorarlberg verfasst. 

Dr. Gerald Kössl vom GBV analysiert darin die Rolle des gemeinnützigen Wohnbaus, die Grundsätze der gesetzlich verankerten Wohnungsgemeinnützigkeit, ihre Wirkungsweise im Zusammenhang mit der Wohnbauförderung und verdeutlicht den Mehrwert und das Potential der Wohnungsgemeinnützigkeit. 

Vorteile des gemeinnützigen Wohnens

  • Miete 30 % günstiger als Marktmiete bei hohen Baustandards
  • Ausgaben für Wohnbeihilfe sinken
  • Preisdämpfende Wirkung auf privaten Mietwohnungsmarkt
  • Stärkung der Kaufkraft
  • Ermöglichung sozialer Durchmischung 
  • Unterstützung einer integrativen Stadt- bzw. Dorfentwicklung
Für einen nachhaltigen Ausbau des gemeinnützigen Wohnungssektors ist ein breiter politischer Konsens und eine Einigung über langfristige Ausbauziele samt Zielpfad erforderlich. 

Um das Angebot an gemeinnützigen Wohnungen zu erhöhen, müssen auch die Rahmenbedingungen zielgerichtet angepasst werden. Denn gemeinnütziger Wohnbau braucht neben der Bauwirtschaft die verlässliche Bereitstellung der erforderlichen Wohnbauförderungsmittel, eine evidenzbasierte Bedarfsanmeldung durch die Gemeinden und den gesicherten Zugang zu erschwinglichen Bauflächen. 

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AK Policy Paper: Gemeinnütziger Wohnbau und gemeinnütziges Wohnen

Auf den Punkt gebracht: Handlungsempfehlungen der AK Vorarlberg

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Datum/Jahr:
2026