Menschen vertrauen ihrer AK

Vertrauensindex von OGM und APA reiht AK gleich hinter Verfassungsgerichtshof und Bundespräsident.

Grafik Vertrauen in Institutionen © Graphik: KEYSTONE-SDA Quelle: OGM

Weil Österreich seit Monaten keine gewählte Regierung hat und das noch eine Weile andauern kann, hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut OGM nach 2016 erstmals wieder das Vertrauen in die wichtigsten Institutionen des Landes ermittelt. Die AK liegt mit Polizei, Verfassungsgerichtshof und Bundespräsident ganz vorne.

Der Vertrauensindex wird seit 20 Jahren von OGM in Kooperation mit der APA erstellt und ist mittlerweile das meistbeachtete Ranking zum Vertrauen in die österreichische Politik. „Dass die AK ihren hervorragenden Platz behaupten konnte, belohnt die Arbeit unserer Beraterinnen und Berater“, betont AK-Präsident Hubert Hämmerle. „Es unterstreicht aber auch, dass die AK am Puls der Zeit handelt und die Nöte der Menschen kennt.“

Die Rangliste des Vertrauens der Österreicher wird heuer erstmals von der Polizei (46 Punkte) angeführt, in knappem Abstand folgen Verfassungsgerichtshof (45), Bundespräsident (44), Arbeiterkammer (43), die Universitäten (40) und der Rechnungshof (38). „Diese Institutionen erreichen einen hervorragenden Vertrauenssaldo von 38 bis 46 Punkten“, erklärt Wolfgang Bachmayer, Geschäftsführer des Markt- und Meinungsforschungsinstituts OGM. Der Saldo errechnet sich aus den Ergebnissen der Antworten „habe Vertrauen / kein Vertrauen“ der Befragung von 800 repräsentativ ausgewählten Wahlberechtigten.

Schlechte Werte fürs Parlament

Hinter dieser klaren Spitzengruppe folgt mit Abstand eine Gruppe mit rund 20 Vertrauenspunkten (darunter die Finanzämter und Schulen), dahinter Institutionen mit rund zehn Punkten wie die Nationalbank (ÖNB), Wirtschaftskammer, PVA und AMS. Die ÖNB erreicht einen Vertrauenswert von zwölf Punkten, 50 Prozent der Österreicher vertrauen der ÖNB, und 38 Prozent nicht. Das Parlament erreicht nur einen Vertrauenswert von sieben Punkten, wobei sich dieser Wert aber seit 2016 deutlich verbessert hat. 

Einen negativen Vertrauenswert – also mehr Antworten „ich vertraue nicht“ als „ich vertraue“ – müssen Finanz­institu­tionen (Banken, FMA), die Industriellen­vereinigung und die katholische Kirche verzeichnen, die seit 2012 Vertrauens­verluste hinnehmen muss.

Dass die Österreicher der AK vertrauen, hat in den Augen von Hubert Hämmerle klare Gründe. „Allein das 140-köpfige Team der AK Vorarlberg hat in fünf Jahren mehr als 600.000 Beratungen durchgeführt und für die Mitglieder rund 60 Millionen Euro erfochten. AK-Juristen zogen für ihre Klienten vor Gericht, Bildungsexperten zeigten Wege auf – vom Kindergarten bis zum Digital Campus Vorarlberg. Allein die Konsumentenschützer der AK Vorarlberg haben seit 2009 eine Viertelmillion Fälle bearbeitet. In den Arbeiterkammern Vorarlberg und Tirol nahm die letzte Steuerreform von 5,5 Milliarden Euro ihren Ausgang. Die AK erhebt dann ihre Stimme, wenn das Klima rauer wird und Arbeitnehmer­interessen mit Füßen getreten werden“, betont der AK-Präsident.

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