24.6.2021

Nachhaltig arbeiten: Arbeiterkammer auf dem Weg zur Green AK

Feldkirch, 24. Juni 2021 – Die Hitzewelle, die aktuell über Europa rollt, zeigt deutlich: Der Klimawandel ist keine ferne Zukunftsvision, er ist bereits Realität. Um das Schlimmste zu verhindern, brauchen wir schnell eine umfassende Transformation zu einer ökologisch und sozial gerechten Gesellschaft. Die AK Vorarlberg möchte diesen Wandel beschleunigen und stellt dafür die notwendigen Mittel bereit. Als Institution in eigener Verantwortung sowie in Mitverantwortung – als Impulsgeber für Mitarbeitende und AK-Mitglieder.  

Endlich Sommer? Weit gefehlt, die aktuelle Hitzewelle ist wenig Grund zur Freude, denn die Häufung von extremer Hitze und Trockenheit nimmt weltweit deutlich zu. Der Klimawandel, vor dem die Wissenschaft seit Jahrzehnten warnt, ist keine Vision einer fernen Zukunft mehr. Die Auswirkungen werden vor unseren Augen Realität – jetzt, in immer kürzeren Abständen und immer gravierender. Schnell und entschlossen zu handeln ist keine Option – es ist eine Verpflichtung.  

Die AK Vorarlberg macht sich stark, um die Transformation zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit zu beschleunigen und engagiert sich dafür in mehreren Projekten: von einer landesweiten Bildungsoffensive für Green Jobs über Optimierungen im sozialen Wohnraum mit „KliNaWo“ (Klimagerechter Nachhaltiger Wohnbau) bis zum Ziel, die eigene Klimaneutralität rasch zu verwirklichen. Dafür hat die AK Vorarlberg gerade eine Kooperationsvereinbarung mit der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Vorarlberg (AEEV) geschlossen. 

AK erarbeitet CO2-Reduktionsplan für den eigenen Betrieb

Die Vereinbarung sieht vor, dass die AEEV und die AK Vorarlberg gemeinsam einen Reduktionsplan für den CO2-neutralen Betrieb der AK Vorarlberg erarbeiten. Auf dem Weg zur eigenen Klimaneutralität verpflichtet sich die AK Vorarlberg für den jährlich verursachten CO2-Fußabdruck von 260 Tonnen CO2 (Stand: 2020) zu einer CO2-Abgabe über die Plattform KlimaCent Austria. Mit einem auferlegten Handlungsdruck, die Reduktion der eigenen Emissionen schnell voranzutreiben: Die AK Vorarlberg startet mit einer Zahlung von 50 Euro pro Tonne, der zu zahlende Betrag steigt jährlich um 7 Prozent. Das bedeutet: Je langsamer die Reduktion, umso teurer und umgekehrt: je schneller, desto besser. Die Mittel aus der Abgabe sollen im Rahmen von „Klimafitter Wald“ in regionale Klimaprojekte investiert werden, damit die Klimaeffekte und die Wertschöpfung in der Region stattfinden. 

„Vorarlberg hat die Energieautonomie bis zum Jahr 2030 und die Klimaneutralität bis 2040 zum Ziel erklärt“, erklärt Hubert Hämmerle. „Als Institution, die mehr als 165.000 Mitglieder im Land vertritt, tragen wir Verantwortung zur Verwirklichung dieses Zieles.“ Der AK-Präsident ist überzeugt: Indem die AK Vorarlberg bei der Reduktion des eigenen ökologischen Fußabdrucks vorangeht und diesen schließlich neutralisiert, ist sie Vorbild. „Wir möchten aber auch Inspiration sein für Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen, damit sie selbst aktiv werden.“ Wichtig ist für Hubert Hämmerle, dass bereits vorhandene Angebote genutzt werden und ausgebaut werden, wie etwa der Werksverkehr und das Jobticket für Bus und Bahn. 

AK macht Arbeitnehmer:innen fit für grüne Jobs von morgen

Die Umsetzung des Klimaschutzes wird in den kommenden Jahren zum globalen Milliardenmarkt. Das Marktvolumen für grünes Wachstum liegt bis zum Jahr 2025 weltweit bei bis zu 5.900 Milliarden Euro. „Die Prognosen zeigen uns, die Zukunft der Arbeit ist grün“, ist Eva King, Leiterin der Grundlagenarbeit in der AK und Initiatorin des Projekts „Green AK“ überzeugt. Deshalb werde die AK Vorarlberg eine grüne Bildungsoffensive starten. „Die Wirtschaft wird viele qualifizierte Leute brauchen, wir werden die Arbeitnehmer:innen fit machen für grüne Jobs in grünen Unternehmen.“ 

AK fordert eine sozial gerechte CO2-Steuer für alle

Angesichts der Dringlichkeit, plädiert die AK Vorarlberg für eine schnelle Einführung der von der Bundesregierung geplanten CO2-Steuer auf fossile Energieträger: „Wer viel fossile Energie verbraucht, sollte sofort und nicht erst in ein paar Jahren einen höheren Beitrag zum Steueraufkommen leisten“, hält AK-Direktor Rainer Keckeis fest. Entscheidend ist für ihn dabei die Verteilungsgerechtigkeit: „Die Steuerreform muss ökosozial sein und nicht jene zusätzlich belasten, die es sich nicht leisten können.“ Die Bepreisung von fossilen Treib- und Heizstoffen, so Keckeis, belaste kleine und mittlere Einkommen relativ stärker – einerseits über den Verbrauch an der Zapfsäule bzw. beim Heizen, andererseits indirekt, weil Unternehmen versuchen werden, die höheren Produktionskosten auf die Verbraucher:innen zu wälzen. Die AK Vorarlberg schlägt vor, dass die zusätzlichen Steuereinnahmen zum einen an private Haushalte zurückerstattet werden und zum anderen in Projekte für CO2-arme Energieversorgung und Mobilität investiert werden, die für Haushalte mit niedrigen Einkommen zugänglich gemacht werden.  

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

AK Vorarlberg, MMag. Eva King, MSc., Bereichsleiterin Kommunikation, Telefon +43 50 258 1630, Mail eva.king@ak-vorarlberg.at

Klimacent Austria, Regionalpartner Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Vorarlberg – AEEV, Johann Punzenberger, Telefon +43 664 8866 7424, Mail vorarlberg@klimacent.at


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