Die Heldinnen und Helden belohnen

Immer mehr Menschen unterstützen AK-Forderung nach einem Mindestlohn von 1700 Euro netto. Erst Umfrage, dann Petition: Die Forderung der AK Vorarlberg nach einem Mindestlohn von 1700 Euro netto stößt auf immer mehr Zustimmung.

Raschestmöglich will die AK nun Gespräche mit dem Land aufnehmen.

Die Corona-Pandemie hat ein bezeichnendes Licht auf jene Menschen geworfen, die das Land in der Krise am Laufen hielten. 22.400 Frauen und Männer im Einzelhandel, Gesundheits- und Sozialwesen und in den Pflegeheimen gehen jeden Monat mit weniger als 1700 Euro netto nachhause. Das muss sich ändern, fordert die AK. Und dieser Ruf wird immer lauter.

Mehr als 6000 Menschen waren sich in einer AK-Umfrage zur Wertschätzung und Bezahlung systemrelevanter Berufe einig: Es ist „höchste Zeit“ und „schon lange überfällig“, dass Vollzeitarbeit mit mindestens 1700 Euro netto im Monat wertgeschätzt wird. Daraufhin legte die AK eine Online-Petition auf. Über 3000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger haben in kurzer Zeit unterschrieben. Sie unterstützen die Mindestlohn-Forderung und wenden sich mit ihrer Unterschrift direkt an die Dienstgeber im Handel, den Gesundheits- und Sozialberufen sowie die Vorarlberger Landesregierung. Die Zahl der Unterstützer wächst täglich. 

Wie geht es weiter? Die AK sucht nun das Gespräch mit dem Land und mit den Arbeitgeberverbänden. Gemeinsam mit der Gewerkschaft haben sich die Experten der AK die Situation in systemerhaltenden Berufen genau angesehen und Lösungen erarbeitet, wie eine nachhaltige Verbesserung aussehen könnte. 

Ein Mindestlohn von 1700 Euro netto pro Monat bedeutet zehn Euro netto in der Stunde. Insgesamt würde das in Vorarlberg die öffentliche Hand (Land und Gemeinden) mit jährlich rund 6,6 Millionen Euro belasten.

  • Die AK geht dabei von 322,26 Vollzeitäquivalenten bei den Landesbediensteten in den Krankenanstalten aus, die im Durchschnitt 500 Euro brutto pro Monat mehr verdienen würden. Das verursacht Kosten inklusive Lohnnebenkosten von drei Millionen Euro jährlich.

  • 72,24 Vollzeitäquivalenten bei den restlichen Landesbediensteten, die im Durchschnitt 200 Euro brutto pro Monat mehr verdienen würden, schlagen mit Kosten inklusive Lohnnebenkosten von 0,3. Millionen Euro jährlich zu Buche.

  • Ca. 600 Vollzeitäquivalente bei den Angestellten in den Gesundheits- und Sozialberufen der Privatwirtschaft würden im Durchschnitt 300 Euro brutto pro Monat mehr verdienen. Das bedeutete Mehrkosten inklusive Lohnnebenkosten von 3,3. Millionen Euro jährlich.

Die AK Vorarlberg wird so rasch wie möglich mit dem Land in seiner Rolle als einer der größten Arbeitgeber Vorarlbergs Gespräche aufnehmen. Das Land könnte ein Vorbild für die Privatwirtschaft sein und den Mindestlohn umsetzen. So würden die Erfahrungen aus der Corona-Krise nachhaltig positive Folgen zeitigen.

Frauen und Männer, die auch der Ansicht sind, dass die Heldinnen und Helden des Alltags einen Mindestlohn von zehn Euro netto pro Stunde verdienen, unterstützen die Petition unter: fairpayvorarlberg.at

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