Abstraktes, digital verfremdetes Bild mit fragmentierten Szenen: teilweise erkennbare uniformierte Personen und Ausrüstung überlagern sich mit Verzerrungen und dunklen Farbbereichen; im unteren Bereich sind helle, flüssigkeitsartige Strukturen sichtbar. Das Bild wirkt bewusst gestört und symbolisch.
Jedes Jahr berichten Vorarlberger:innen bei der AK Wohnumfrage, wie es ihnen beim Wohnen geht. © AK
7.4.2026
Konsum

Angst vor der Mieterhöhung, kein Eigenheim in Sicht: Das sagen Vorarlberger:innen über ihre Wohnsituation

Bauen & Wohnen,Gesellschaft,Mieten,Teuerung,Vorarlberg,Wohnen

Miete zu hoch, Eigenheim unerreichbar: Die AK Wohnumfrage zeigt, wie es den Menschen in Vorarlberg beim Wohnen geht. Jetzt mitmachen.

300 Euro mehr Miete im Monat. Seit elf Jahren auf der Warteliste für eine Gemeindewohnung. Ein Leben lang gearbeitet – und trotzdem kein Eigenheim. Das sind keine Ausnahmen. Das ist für viele Alltag in Vorarlberg.

AK Wohnumfrage: Sag uns, wie es dir geht!

Wie geht es den Vorarlberger:innen mit ihrer Wohnsituation? Das möchten wir mit unserer AK Wohnumfrage herausfinden. Denn wir setzen uns dafür ein, dass Wohnen wieder leistbar wird.

Die AK Wohnumfrage fragt jedes Jahr nach, wie es den Menschen im Land geht – nicht nur in Zahlen, sondern auch in eigenen Worten. Was dabei rauskommt, liest sich oft wie ein Hilferuf.

Ich habe Angst vor der Mietvertragsverlängerung 2028, Angst nicht verlängert zu bekommen und etwas Teureres nehmen zu müssen.

Seit meinem Einzug vor vier Jahren zahle ich etwa 300 Euro mehr Miete im Monat! Als ich fragte, ob wir die Erhöhung nicht einmal aussetzen können, wurde mir entgegnet: Nein. Das macht mich kaputt.

Alleinerziehend mit zwei Kindern wird man bei Wohnungsbesichtigungen erst gar nicht mehr eingeladen. Schwierig, bei mittlerem Einkommen eine geförderte Gemeindewohnung zu bekommen. Warte nun seit drei Jahren.

Wir leben in einer Drei-Zimmer-Mietwohnung als vierköpfige Familie. Aktuell suchen wir eine dauerhafte Bleibe, da eine Mietpreisexplosion zu befürchten ist. Für Familien ohne Wurzeln und Baugrundstück in Vorarlberg ist das immer weniger machbar, trotz gutem Gehalt.

Die Mieten dürfen einfach nicht mehr höher werden. Die Alleinstehenden werden vergessen. Wir bekommen keine Zuschüsse weil wir ,zu viel’ verdienen und müssen alle Rechnungen selber zahlen. Kein Partner da, der uns helfen könnte. Vergesst uns nicht.

Meine Wohnung ist für eine beeinträchtigte Seniorin nicht geeignet. Die Wohnung ist zu groß und zu teuer. Seit elf Jahren bin ich für eine Gemeindewohnung vorgemerkt, aber es ist kein geeigneter Wohnraum vorhanden.

Ich stehe seit Jahrzehnten im Arbeitsleben, immer recht gut verdienend. Aber eine erträumte Anschaffung von Eigentum ist schon lange selbst für mich nicht mehr alleine finanzierbar.

Es ist unbezahlbar, das Haus zu renovieren! Warum kostet ein Fenstertausch inzwischen 25.000 statt 12.000 Euro? ,Schaffa, Schaffa, Hüsle baua’ ist mittlerweile ein Scherz. Du kannst dich zu Tode schaffa und hast trotzdem kein Dach überm Kopf! Wir Unselbstständigen arbeiten für die Träume der Selbstständigen!

Wir ziehen nun ins Burgenland.

Die Immobilienpreise sind für immer größer werdende Bevölkerungsteile nicht mehr leistbar. Auch das tägliche Leben wird immer teurer. Die Politik lässt uns im Stich. Wohnraum ist kein Luxusgut, sondern ein Grundbedürfnis.


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Du hast beim Lesen dieser Zeilen genickt? Dann weißt du, warum diese Umfrage wichtig ist. Damit sich endlich etwas ändert, braucht es dich: Sag uns, wie es dir beim Wohnen geht – denn deine Stimme zählt.

Mach mit bei der AK Wohnumfrage. Für ein Vorarlberg, in dem Wohnen wieder für alle leistbar ist.

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