Konsum
Leckerli-Test deckt Kalorienfallen für Hunde auf
Ein alarmierender Test von KONSUMENT zeigt: Alle zwölf getesteten Hundeleckerlis fallen durch, weil sie zu viele Kalorien enthalten und wichtige Nährstoffangaben fehlen.
Bei den Namen Temu, Shein und AliExpress denken die meisten an billige Kleidung schlechter Qualität. Seit einiger Zeit vertreiben die China-Shops aber auch Kosmetik. Die Qualität ist dabei allerdings genauso mangelhaft. Nicht unbedingt verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die billigste Creme gerade einmal 27 Cent kostet.
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat jetzt 14 Sonnenschutzprodukte aus diesen Shops getestet. Genauer gesagt wollte der Verein sie testen, denn manche Produkte wurden trotz Zahlung gar nicht geliefert – ein typischer Ärger bei dieser Art von Online-Shop. Drei Produkte wurden vom Test ausgeschlossen, weil sie den Stoff „4-MBC“ enthalten. Der ist in der EU verboten, da es aufgrund der hormonellen Wirkung und unklarer Langzeitrisiken ernsthafte Sicherheitsbedenken gibt. Die betroffenen Produkte hätten also gar nicht hierher geliefert werden dürfen.
Doch es wird noch schlimmer: Vier der verbliebenen sieben Test-Produkte können gar nicht als Sonnencreme bezeichnet werden – denn es handelt sich lediglich um Bodylotion! Sie erfüllen nämlich nicht die Mindestanforderungen an Sonnenschutzmittel (Lichtschutzfaktor 6 und/oder UVA-Lichtschutzfaktor 2). Dabei werben die Produkte auf der Verpackung mit Lichtschutzfaktor 50, 50+ oder sogar 90+.
Nur ein einziges Produkt ist in Sachen UV-Schutz in Ordnung. Der VKI rät aber trotzdem, die Finger davon zu lassen, denn es enthält den UV-Filter OMC. OMC steht im Verdacht, das Hormonsystem des Körpers zu stören sowie Schäden an Meeren und Korallen zu verursachen.
Um dich wirksam vor gesundheitsschädlicher Sonnenstrahlung zu schützen, ist eine gute Sonnencreme unerlässlich. Dabei solltest du immer die Inhaltsstoffe und Umweltaspekte beachten.
Nicht in einer Sonnencreme enthalten sein sollten:
Solche Stoffe stehen laut Bundesamt für Verbrauchergesundheit und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES im Verdacht, gesundheitliche Auswirkungen zu haben.
Der LSF sagt dir, wie lange die Sonnencreme deine Haut vor schädlicher Strahlung schützt. Dabei bedeutet die Zahl aber nicht, wie viele Minuten du in der Sonne bleiben kannst, sondern um wie viel sich die Eigenschutzzeit deiner Haut verlängert.
Es gibt drei Haupttypen:
Wenn du also beispielsweise dem mittleren Hauttyp angehörst und damit eine Eigenschutzzeit von etwa 20 Minuten hast, kannst du mit einer Sonnencreme mit LSF 20 also 400 Minuten (also etwa 6,5 Stunden) in der Sonne bleiben. Gehörst du zum hellen Hauttyp und hast eine Eigenschutzzeit von 10 Minuten, brauchst du LSF 50, um annähernd so lange in der Sonne bleiben zu können.
Aber auch wenn du einem dunkleren Hauttyp angehörst oder gar nicht so lange in der Sonne bleiben willst, lohnt sich eine Sonnencreme mit hohem LSF. Denn je höher der LSF, desto besser der Schutz gegen UV-Strahlung.
UVA und UVB benennen jeweils einen Bereich des ultravioletten Lichtspektrums: UVA steht dabei für Ultraviolett A, langwellige UV-Strahlen. Sie dringen tief in die Haut ein und sind maßgeblich an lichtbedingter Hautalterung beteiligt.
UVB steht für Ultraviolett B. Diese Strahlen sind kurzwelliger und energiereicher. Sie verursachen Sonnenbrand und erhöhen das Hautkrebsrisiko. Sonnenschutz mit einem hohen LSF schützt zuverlässig – vorausgesetzt, die Creme wird ausreichend und regelmäßig aufgetragen.
Es gibt übrigens auch UVC-Strahlung (Ultraviolett C), aber die wird von der Ozonschicht abgefangen und erreicht die Erdoberfläche nicht.
Idealerweise solltest du jedes Jahr eine neue Sonnencreme kaufen. Das ist vielleicht weniger nachhaltig und teurer, aber sicherer für deine Haut und deine Gesundheit. Denn: Die enthaltenen UV-Filter sind nicht endlos stabil und könnten schon nach einem Jahr nicht mehr zuverlässig schützen. Außerdem könnte der angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) sinken.
Kauf deshalb Sonnencreme lieber nicht auf Vorrat ein und trage sie – so wie es ohnehin empfohlen wird – großzügig auf, sodass die Flasche am Ende des Jahres auch wirklich leer ist.
© 2026 AK Vorarlberg | Widnau 4, 6800 Feldkirch | +43 (0) 50 258