Ein roter, üppiger Sessel inmitten einer Reihe karger Stühle © olly, Adobe Stock
Reiche haben's in Österreich ganz schön bequem: Sie zahlen kaum Steuern! © olly, Adobe Stock
21. Februar 2022
Soziales

Steuerlast muss gerechter verteilt werden

Interessenvertretung,Steuern

AK-Präsident Hubert Hämmerle fordert eine neue Steuerstruktur. Vernünftige Freibeträge sollen jene, die sich Haus oder Wohnung erarbeitet haben, schützen.

Mit dem AK-Steuerservice zur kostenlosen Arbeitnehmerveranlagung © stokkete,  Adobe Stock


Die Oesterreischische Nationalbank (OeNB) ließ mit einer neuen Studie aufhorchen: Das Vermögen von Millionär:innen in Österreich könnte bisher deutlich unterschätzt worden sein.

Die Studie der Nationalbank kommt zu dem Ergebnis, dass das reichste Prozent nicht auf rund 25 Prozent, sondern auf bis zu 50 Prozent des Gesamtvermögens kommen könnte, abhängig von den zugrunde liegenden Annahmen. Zum reichsten Prozent zählen Österreicher:innen mit einem Vermögen von mehr als zwei Millionen Euro.

„Die neue Studie der Oesterreichischen Nationalbank belegt überdeutlich, dass wir dringend eine andere Steuerstrukturreform mit höheren Beiträgen aus Vermögen und weniger aus Arbeit brauchen.“

Hubert Hämmerle

AK-Präsident

AK-Präsident Hubert Hämmerle © Mirko Kuzmanovic

AK Vorarlberg fordert Steuergerechtigkeit

Der Ruf nach Steuergerechtigkeit drängt sich auch auf, wenn man bedenkt, dass 80 Prozent des gesamten Steueraufkommens in Österreich die Arbeitnehmer:innen über die Lohnsteuer und die Verbrauchssteuern stemmen.

„Wird daran nicht gerüttelt, dann zahlen die arbeitenden Menschen auch 80 Prozent der Corona-Krisenkosten. Das kann es nicht sein“, betont AK-Präsident Hubert Hämmerle, denn die Arbeitnehmer hätten bereits zum Großteil die Bankenkrise finanziert. „Diesmal müssen auch die Millionäre und die Millionen-Erben mit anpacken!“

Millionäre und Millionen-Erben dürfen seiner Ansicht nach nicht länger außen vor bleiben. Wobei Hämmerle eines betont: „Wir brauchen bei einer möglichen Millionärs- als auch bei einer Erbschaftssteuer vernünftige Freibeträge. Es macht ja keinen Sinn, wenn wir den Arbeitnehmern, die sich ein Häuschen oder eine Wohnung zusammengespart haben, das Geld beim anderen Hosensack wieder herausziehen.“

Vorstellen kann sich der AK-Präsident auch, Grundbesitz künftig auf Basis des Verkehrswertes, der alle fünf Jahre einer Neubewertung zugeführt wird, zu besteuern. „Damit würde die durch die massive Bodenspekulation verursachte Explosion der Grundstückspreise wenigstens ein bisschen zur Finanzierung der Pandemiekosten beitragen“, argumentiert der AK-Präsident.

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