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Schluss mit dem Wegschmelzen unserer Kaufkraft © OpenSource

Versteckte Steuern abschaffen


„Wenn jemand mehr Lohn bekommt und sich trotzdem weniger leisten kann, dann ist das die Auswirkung der kalten Progression und das ist ungerecht. Deshalb fordern wir die sofortige Abschaffung dieser versteckten Steuererhöhung“, sagt AK-Präsident Hubert Hämmerle. Hämmerle ist Initiator der neuen Plattform, die sich überparteilich dafür einsetzt, dass den arbeitenden Menschen nicht jedes Jahr 660 Millionen Euro zusätzlich aus der Tasche gezogen wird.

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Weg mit der versteckten Steuerschraube!

Die neue Plattform ist breit und überparteilich aufgestellt. Unterstützer sind neben dem AK-Präsidenten auch Bauunternehmer Hubert Rhomberg, Unternehmer und Lohnverhandler Johannes Collini, Bischof Benno Elbs, ÖGB-Vorsitzender Norbert Loacker und Gastronomie-Fachgruppenvorsteher Andrew Nussbaumer. Ihnen allen ist eines wichtig: Dass der Faktor Arbeit entlastet und damit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mehr Netto vom Brutto bleibt.

„Je mehr wir sind, desto lauter werden wir. Sei dabei und unterstütze unsere gemeinsame Forderung!“

Hubert Hämmerle

AK-Präsident

Lohn steigt, Realeinkommen sinkt!

Der Kaufkraftverlust, den die arbeitenden Menschen durch die kalte Progression hinnehmen müssen ist enorm: Jährlich wandern durch diese versteckte Steuererhöhung rund 660 Millionen Euro in den Säckel des Finanzministers. Das heißt: „Die Leute bekommen jährlich mehr Lohn und Gehalt, können sich schlussendlich aber weniger dafür kaufen, weil die Kaufkraft schwindet“, erklärt der AK-Präsident.

Beispiel: Peter (30), arbeitet in der Gastronomie

Beispiel: Maria (46), arbeitet im Verkauf.


Politik tut nichts

Seit Jahren läuft es in der Politik gleich ab: Vor Wahlen wird eine Lösung zur Abschaffung der kalten Progression versprochen, doch wenn es ernst wird, schreckte noch jede Regierung davor zurück! Das ist im Grunde auch kein Wunder, denn ohne sich durch explizite Steuererhöhungen unbeliebt zu machen, streift der Finanzminister so über die Inflation jährlich 660 Millionen Euro ein. Diese Zusatzeinnahmen lassen sich dann wieder unter großem Medienrummel in „Zuckerl“, wie etwa den Familien-Bonus verpacken. Das Problem daran: „Diese Erleichterungen haben sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer längst selbst bezahlt“, weiß AK-Präsident Hämmerle und fordert daher: „Damit muss endlich Schluss sein! Denn es kann nicht sein, dass die arbeitenden Menschen über versteckte Lohnsteuereinnahmen die Marketing-Schmähs der gerade amtierenden Regierung finanzieren! 

Jetzt unterstützen!

Die kalte Progression ist ungerecht und unsozial, denn sie belastet niedrig Verdienende und den Mittelstand am stärksten. Darum: Unterstützen auch Sie die Forderung nach einer längst überfälligen Abschaffung der kalten Progression und einer automatischen Anpassung der Steuertarifstufen sowie der Frei- und Absetzbeträge an die Inflation, wie dies in anderen Staaten (z. B. Schweiz, Belgien, Kanada, USA, Niederlande) längst praktiziert wird.

Ihre Unterstützungserklärung können Sie im Internet unter versteckte-steuern.ak-vorarlberg.at abgeben. Je mehr wir sind, desto lauter werden wir. Sei dabei!

Petition unterzeichnen

 

Stichwort: Kalte Progression

Eine Woche vor den Nationalratswahlen begannen mit großem Jammern der Arbeitgeber („Die Party ist vorbei“) die jährlichen Lohnverhandlungen, traditionell eröffnet durch die Metaller. Wenn die Arbeitgeber die Löhne ihrer Mitarbeiter jährlich um die Inflationsrate erhöhen, sichern sie damit die Kaufkraft der Beschäftigten. Die Arbeitnehmer verdienen brutto mehr. Netto bleibt ihnen dennoch nach Abzug der Inflation real oft weniger. Warum? Weil der Fiskus die um die Inflation erhöhten Bruttolöhne besteuert, die Steuern also nicht um die Inflation bereinigt. Die Kalte Progression betrifft alle Steuerpflichtigen und entgegen der landläufigen Meinung nicht nur jene, die aufgrund der Inflationsabgeltung in eine höhere Steuerstufe rutschen. Den Finanzminister freut’s. Ohne die Steuern explizit erhöhen zu müssen, fließen Jahr für Jahr Millionen in den Staatssäckel. Geld, das für Sonderausgaben genutzt wird oder für Tarifsenkungen, die Politiker gerne als großzügige Steuersenkungen inszenieren. Dabei bekommen die Lohnsteuerzahler ja nur einen Teil jener Steuern zurück, die sie selbst zu viel bezahlt haben. 
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Hubert Hämmerle, AK Präsident

Wenn jemand mehr Lohn bekommt und sich trotzdem weniger leisten kann, ist das die Auswirkung der Kalten Progression, und das ist ungerecht. Deshalb fordere ich die sofortige Abschaffung dieser versteckten Steuererhöhung.

Andrew Nussbaumer, Fachgruppen-Vorsteher Gastronomie

Eine Lohnerhöhung ist bei guter Leistung selbstverständlich. Wenn man aber sieht, wie viel Netto vom Brutto übrig bleibt, ist das nicht in Ordnung. Die Lohnsteuer muss runter. Die Kalte Progression muss weg.

Benno Elbs, Bischof von Vorarlberg

Jede Steuerreform muss helfen, dass es den Alten und Schwachen, den Alleinerziehenden, den Familien und den Arbeitslosen nach der Reform besser geht als zuvor. Der Effekt jeder Steuerreform muss spürbar und nachhaltig sein.

Johannes Collini, VEM-Vorsitzender und KV-Verhandler

Wir erhöhen jedes Jahr die kollektivvertraglichen Löhne über der Inflationsrate. Real bleibt für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Jahr zu Jahr weniger übrig. Eine Änderung des Systems würde mehr Netto für Brutto bringen.

Hubert Rhomberg,Bauunternehmer und IV-Vizepräsident

"Den Menschen muss mehr von ihrem Lohn bleiben!"

Gehalt steigt, Realeinkommen sinkt!

Beispiel Peter

PETER (30), ARBEITET IN DER GASTRONOMIE

2016, im Jahr der letzten Steuerreform betrug sein zu versteuerndes Jahresgehalt 22.000 Euro. Netto waren das dann 18.850 Euro. Das würde 189 Einkäufen im Wert von 100 Euro entsprechen. Durch die versteckten Steuern kann sich Peter aber schlussendlich im Jahr 2019 nur mehr 186 Einkäufe leisten, obwohl er mehr verdient als 2016!

Würden die Steuertarifstufen sowie die Frei- und Absetzbeträge jährlich automatisch an die Inflation angepasst, könnte sich Peter 2019 immer noch 189 Einkäufe leisten.

Infografik Kaufkraft Peter © Infografik



Beispiel Maria

MARIA (46) ARBEITET IM VERKAUF 

Im Jahr 2016 verdiente sie 32.820 Euro netto und konnte damit 328 Einkäufe tätigen. Bis heuer wurde Marias Gehalt jährlich erhöht und an die Inflation angepasst. 2019 verdient sie nach Steuern mittlerweile 34.146 Euro. Aber auch der Warenkorb hat sich verteuert, statt 100 Euro kostet dieser nun 105 Euro. Das bedeutet, dass sich Maria nur noch 325 Warenkörbe kaufen kann – obwohl ihr Lohn ja eigentlich an die Teuerung angepasst wurde!

Auch für Maria gilt: Eine jährliche Anpassung der Steuertarifstufen sowie der Frei- und Absetzbeträge an die Inflation würde ihre Kaufkraft erhalten, sie könnte sich nach wie vor 328 Warenkörbe leisten!

Infografik Kaufkraft Maria © Infografik




Vergleich andere länder

Und die anderen?

In Mexiko werden die Tarifgrenzwerte dann verändert, wenn die kumulierte jährliche Inflation die 10-Prozent-Hürde erreicht. Weil die Inflation in Österreich niedriger ist, könnte hierzulande bereits eine 5-Prozent-Hürde vergleichbare Ergebnisse liefern. 

In Spanien wurden bis zum Beginn der Krise 2008 die Tarifgrenzwerte jedes Jahr pauschal um zwei Prozent angehoben. Man orientierte sich damit an dem langfristigen Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB).

Die Schweiz passt einen Großteil ihrer Tarife und Steuerabzüge jährlich automatisch an die tatsächliche Preisentwicklung an. Würde man in Österreich diese Vorgehensweise nur für die Tarifgrenzwerte übernehmen, läge die Gesamtbelastung der Steuerzahler bis 2021 unterhalb von 500 Millionen Euro. Bei einer Anpassung nicht nur der Tarife, sondern auch aller Freibeträge wäre die Kalte Progression ganz ausgemerzt.

Die Schweden gehen noch einen Schritt weiter. Dort wird das Einkommensteuersystem nicht nur jährlich automatisch an die Inflation angepasst. Die Entwicklung der realen Einkommenserhöhungen wird ebenfalls berücksichtigt. Damit wird nicht nur die Kalte Progression eliminiert, sondern auch die Steuerbelastung gemessen am Einkommen konstant gehalten.

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Hubert Hämmerle, AK Präsident

Wenn jemand mehr Lohn bekommt und sich trotzdem weniger leisten kann, ist das die Auswirkung der Kalten Progression, und das ist ungerecht. Deshalb fordere ich die sofortige Abschaffung dieser versteckten Steuererhöhung.

Andrew Nussbaumer, Fachgruppen-Vorsteher Gastronomie

Eine Lohnerhöhung ist bei guter Leistung selbstverständlich. Wenn man aber sieht, wie viel Netto vom Brutto übrig bleibt, ist das nicht in Ordnung. Die Lohnsteuer muss runter. Die Kalte Progression muss weg.

Benno Elbs, Bischof von Vorarlberg

Jede Steuerreform muss helfen, dass es den Alten und Schwachen, den Alleinerziehenden, den Familien und den Arbeitslosen nach der Reform besser geht als zuvor. Der Effekt jeder Steuerreform muss spürbar und nachhaltig sein.

Johannes Collini, VEM-Vorsitzender und KV-Verhandler

Wir erhöhen jedes Jahr die kollektivvertraglichen Löhne über der Inflationsrate. Real bleibt für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Jahr zu Jahr weniger übrig. Eine Änderung des Systems würde mehr Netto für Brutto bringen.

Hubert Rhomberg,Bauunternehmer und IV-Vizepräsident

"Den Menschen muss mehr von ihrem Lohn bleiben!"