Illustration eines Smartphones mit Flugtickets auf dem Bildschirm und einem „Kaufen“-Button; symbolisiert Online-Buchung von Reisen und mögliche Preisunterschiede je nach Gerät.
Dein Handy zeigt dir einen anderen Preis an als der Laptop deines Freundes? Das muss kein Zufall sein. © AK
1.5.2026
Konsum

Günstiger in den Urlaub: Warum es sich lohnt, den Preis auf mehreren Geräten zu checken

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Dasselbe Hotel, dieselbe Nacht – aber auf dem Handy plötzlich günstiger als auf dem Laptop? Kein Zufall. Wir erklären, warum Reiseportale dir je nach Gerät unterschiedliche Preise zeigen und wie du das zu deinem Vorteil nutzt.

Der Sommer rückt näher und langsam wird es Zeit, den Urlaub zu buchen. Du öffnest ein Reiseportal, gibst dein Wunschziel ein – und siehst einen Preis. Was du vielleicht nicht weißt: Deine Nachbarin eine Tür weiter könnte für exakt dasselbe Hotel, dieselbe Woche, denselben Anbieter gerade einen anderen Preis sehen. Nicht weil deine Nachbarin vom Glück begünstigt ist.  Sondern weil sie ein anderes Gerät nutzt.

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Dasselbe Hotel, zwei verschiedene Preise?

Ja, das gibt es. Und es ist kein Ausnahmefall. Reiseportale und Buchungsplattformen können den Preis, den du siehst, je nach Endgerät variieren – also danach, ob du gerade mit einem Laptop, einem Tablet oder dem Smartphone auf die Seite zugreifst. Die Unterschiede können dabei durchaus ins Gewicht fallen: Die Preiskluft kann bei identischer Buchung über 100 Euro betragen.

Woher kommen die Preisschwankungen?

Wenn du eine Website aufrufst, gibt dein Gerät dabei eine ganze Menge Informationen preis – und Reiseportale wissen das zu nutzen. Die Plattform erkennt, mit welchem Gerät welchen Herstellers du zugreifst. Bist du mit einem teureren Smartphone oder einem hochwertigen Laptop unterwegs, könntest du automatisch als „kaufkräftig“ eingestuft werden. Die bittere Konsequenz: Der Algorithmus könnte dir einen Preis ausspielen, der sich an deinem vermeintlichen Budget orientiert, nicht am günstigsten Angebot. 

Aber das Gerät allein ist nicht alles. Auch dein Suchverhalten der letzten Tage kann eine Rolle spielen. Wer dasselbe Hotel mehrfach aufgerufen hat, zeigt damit klares Interesse – und treibt damit seinen persönlichen „Marktwert“ in die Höhe. Das System erkennt deine Buchungsabsicht und testet aus, wie viel du bereit bist zu zahlen. Selbst der Ort, von dem aus du die Seite aufrufst, kann den angezeigten Preis beeinflussen.

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Das optimale Gerät gibt es nicht – aber smarte Strategien schon

Es wäre schön, wenn man einfach sagen könnte: „Immer mit dem Handy buchen, das ist günstiger." Leider ist es nicht so einfach. Das eine beste Gerät oder die eine optimale Uhrzeit für die Buchung existieren nicht – denn die Algorithmen sind zu komplex und zu individuell, um pauschale Regeln aufzustellen.

Was du aber tun kannst: vergleichen, vergleichen, vergleichen. Die AK empfiehlt konkret:

  • Mehrere Geräte nutzen. Schau dir denselben Preis auf dem Handy, dem Tablet und dem Laptop an. Die Unterschiede können dich überraschen.
  • Aktivitätenverfolgung im Browser blockieren. Die meisten gängigen Browser erlauben es, Tracking zu deaktivieren. Das erschwert es Plattformen, dein Nutzungsverhalten auszuwerten.
  • Cookies automatisch löschen lassen. Stelle deinen Browser so ein, dass Cookies beim Schließen automatisch gelöscht werden. So startest du bei jeder neuen Suche frisch – ohne gespeichertes Profil.
  • Inkognito-Modus nutzen. Eine einfache Sofortmaßnahme: Im privaten Modus des Browsers werden keine Cookies gespeichert und kein Verlauf angelegt.

Du hast das Gefühl, dass es bei deiner Buchung nicht mit rechten Dingen zugeht? Die AK Konsumentenschützer:innen helfen dir weiter.

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