Ein trauriger Mann betrachtet sich im Spiegel © Fabio, Adobe Stock
Schon mal mit der Hälfte deines Einkommens gelebt? Jetzt das Volksbegehren „Arbeitslosengeld RAUF!“ unterstützen! © Fabio, Adobe Stock
27. April 2022
Soziales

Armut gefährdet: Volksbegehren „Arbeitslosengeld RAUF!“ unterzeichnen!

Arbeitslosigkeit,Gesellschaft,Interessenvertretung,Solidarität,Sozialstaat

Arbeitslosigkeit führt in Österreich rasch in die Armut. Vom 2. bis 9. Mai 2022 kannst du dazu beitragen, dass sich das ändert.

Stell dir vor, du verlierst deinen Job. Jetzt stehst du da ohne Einkommen, aber immer noch mit allen Kosten fürs Leben: Miete, Lebensmittel, Kinderbetreuung und und und.

In Österreich kannst du es da schnell mit der Existenzangst zu tun bekommen – und das begründet, denn: Das durchschnittliche Arbeitslosengeld bzw. die durchschnittliche Notstandshilfe liegt bei uns deutlich unter der Armutsgefährdungsschwelle! Arbeitslosigkeit führt bei uns rasch in die Armut.

Nichts gutes verheißen die Ankündigungen von Arbeitsminister Martin Kocher zur „Reform“ der Arbeitslosenversicherung: Er will er das im Europavergleich extrem niedrige Arbeitslosengeld in Österreich noch weiter kürzen. Und das obwohl Ende Jänner 2022 nach wie vor 405.000 Menschen beim AMS als arbeitslos oder in Schulung gemeldet waren.

Die Hälfte der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen erhält in Österreich weniger als 927 Euro im Monat. Die Armutsgefährdungsschwelle in Österreich liegt bei 1286 Euro.


„Geht's dem Sozialstaat gut, geht's allen gut.“

Das Volksbegehren „Arbeitslosengeld rauf!“ setzt sich dafür ein, dass das Arbeitslosengeld in Österreich deutlich angehoben wird. Die AK Vorarlberg unterstützt die Forderungen des Volksbegehrens und ruft alle, die mit uns gegen Armut kämpfen wollen, dazu auf, dieses zu unterschreiben.

Warum wir dringend eine Reform der Arbeitslosenversicherung brauchen, hat Emmerich Tálos so einfach wie treffend formuliert: „Geht's dem Sozialstaat gut, geht's allen gut.“

„Eine Arbeitslosenversicherung, die es nicht schafft, Existenzen zu sichern und vor Armut zu schützen, muss neu gedacht werden.“

Hubert Hämmerle

AK-Präsident

AK-Präsident Hubert Hämmerle © Mirko Kuzmanovic

AK Vorarlberg ruft zur Unterstützung auf

Auf seiner Bundesländertour zur Bewerbung des Volksbegehrens machte engagierte Politikwissenschafter im November 2021 auch bei uns Station. Wir haben den emeritierten Professor der Universität Wien bei seinem Vortrag im Großen Saal der AK Vorarlberg getroffen und ihn gefragt, warum es „Arbeitslosengeld RAUF!“ braucht.

Für unseren AK-Präsident Hubert Hämmerle ist klar: „Eine Arbeitslosenversicherung, die es nicht schafft, Existenzen zu sichern und vor Armut zu schützen, muss neu gedacht werden.“ Das derzeitige Arbeitslosengeld führe zu Armut, statt sie zu verhindern: „Eine Erhöhung ist dringend notwendig!“

Eintragungswoche vom 2. bis 9. Mai 2022

Anfang des Jahres 2022 haben die Initiator:innen 2022 den Antrag zur Einleitung des Volksbegehrens Arbeitslosengeld RAUF mit 24.602 bisherigen Unterstützer*innen eingereicht. Damit hat das Volksbegehren bereits in der Einleitungsphase ein Viertel aller nötigen Unterstützungen erreicht.

Die Eintragungswoche findet zwischen 2. Mai und 9. Mai statt. Wenn alle Unterstützer:innen drei Freund:innen motivieren, schafft das Volksbegehren die nötigen 100.000 Unterstützungen.

Zum Volksbegehren

Newsletter abonnieren

Hol dir deine Vorteile als AK-Mitglied in die Inbox, jeden Montag neu.


DAS KÖNNTE dich AUCH INTERESSIEREN

Mann in Werkstatt © Andrea Piacquadio, Pexels
8. Februar 2022

Soziales

Langzeitarbeitslosen Perspektiven geben

Nicht alle fassen in der Arbeitswelt wieder Fuß: AK Vorarlberg fordert für Betroffene von Langzeitarbeitslosigkeit dauerhafte Plätze in sozialökonomischen Betrieben.

Betriebsversammlung bei Faurecia © Handout

Arbeit

Arbeitsglück mit Ablaufdatum

Als Betroffene von Langzeitarbeitslosigkeit wünscht sie sich eine dauerhafte Perspektive. Doch die Realität sieht anders aus. Heidrun Hartlieb über das anstregende Leben im Hin und Her.

Kinderarbeit auf den Philippinen © Hartmut Schwarzbach, Argus Fotoagentur
12. Juni 2021

Soziales

Kleine ölverschmierte Hände

Kinderarbeit? Ja, furchtbar, in der dritten Welt! Bei uns wäre das undenkbar… Aber so lange ist es gar nicht her, dass 13-Jährige für einen Hungerlohn unter Maschinen krochen oder als Schwabenkinder „fremdes Brot“ aßen. Der 12. Juni ist der Welttag gegen Kinderarbeit. Da lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

NÜTZLICHE LINKS

Wissenswertes auf Mausklick. Das könnte dich auch interessieren:

Newsletter

AK für die Inbox, jeden Montag neu.

Stark für dich

Als AK-Mitglied profitierst du von Service zu Arbeit, Bildung und Konsum.