Bernhard Heinzle © Dietmar Mathis
Für Bernhard Heinzle ist klar: „Wir haben jetzt keine Zeit für politisches Geplänkel.“ © Dietmar Mathis
10. Oktober 2022
Arbeit

Bernhard Heinzle: „Wir brauchen mehr Tempo!“

Interessenvertretung

Der designierte AK-Präsident fordert von der Politik schnelleres Handeln. Bernhard Heinzles Themenschwerpunkte sind Teuerung, Fachkräftemangel und leistbares Wohnen. Für ihn ist klar: Jetzt müssen alle politischen Couleurs an einem Strang ziehen.

An der Spitze der AK Vorarlberg kommt es wie berichtet zu einem Wechsel. Bei einer überraschend einberufenen Pressekonferenz kündigte der langjährige AK-Präsident Hubert Hämmerle seinen Rückzug an. Zum Nachfolger des 61-Jährigen wurde Vizepräsident Bernhard Heinzle (46) designiert.

Hämmerle sprach von einer „zutiefst persönlichen Entscheidung“. Er habe in der vergangenen Zeit gemerkt, dass sich vieles verändere und für die anstehenden Herausforderungen jemand anderes benötigt werde. Seinem „idealen Nachfolger“ – die Vollversammlung am 3. November muss zustimmen – streute Hämmerle Rosen. Heinzle sei der „Präsident der Zukunft“. Die Übergabe-Entscheidung ist bereits vor einem halben Jahr gefallen, der Prozess gut vorbereitet. Die ÖAAB/FCG-Fraktion hat Heinzle einstimmig nominiert. 

Bernhard Heinzle: „Ein gutes Leben für alle!“

Mit den Worten „es ist mir eine Ehre“, schlüpft Heinzle in die Neue Rolle. Sein Motto sei und bleibe „ein gutes Leben für alle“. An thematischen Schwerpunkten ist er nicht verlegen: Leistbares Wohnen wird dazu zählen, die Teuerung und der Fachkräftemangel. Von der Politik fordert Heinzle „mehr Tempo“ in der Umsetzung und ein sofortiges Preismonitoring.

Er will sich weiter mit vollem Elan für den Erhalt des sozialen Friedens und Verteilungsgerechtigkeit einsetzen, „denn da kommt einiges auf uns zu“. Die Einbindung aller Fraktionen und die Stärkung der Sozialpartnerschaft sind ihm wichtig, denn „wir haben jetzt keine Zeit für politisches Geplänkel“, so Heinzle.

Der 1976 geborene Bernhard Heinzle ist der Vorarlberger Öffentlichkeit als engagierter Arbeitnehmervertreter gut bekannt. Nach einer Lehre als Werkzeugmaschineur bei Mahle König KG in Rankweil arbeitet er seit 2000 bei der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), seit 2006 ist er Landesgeschäftsführer, seit 2015 auch Mitglied der erweiterten Bundesgeschäftsführung. In der AK wirkt er seit 1999 als Kammerrat. 2009 wurde er Landesstellenausschussvorsitzender der PV-Vorarlberg, seit 2011 ist der erfahrene Kollektivvertragsverhandler einer der AK-Vizepräsidenten.

2015 übernahm er den Fraktionsvorsitz der AAB-FCG-Fraktion, spätestens seit damals galt er als designierter Nachfolger Hämmerles. Auf seinem Twitter-Account bezeichnet er sich als „Arbeitnehmervertreter aus und mit Leidenschaft – meist im Hintergrund ...“

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