Jugendaktivist Dave Kock engagiert sich im Rahmen der #StandForSomething-Kampagne für die Zukunft Europas. © Dave Kock
Jugendaktivist Dave Kock engagiert sich im Rahmen der #StandForSomething-Kampagne für die Zukunft Europas. © Dave Kock
27. Juli 2021
Soziales

#StandForSomething: Dave Kock setzt sich für Europas Zukunft ein

Gesellschaft,Politik,Vordenker:in

Der Vorarlberger Dave Kock ist 20 Jahre alt und macht vor, dass jede:r einzelne von uns etwas bewegen kann. Einen Großteil seiner Freizeit widmet er seiner Herzensangelegenheit: Die Zukunft Europas zum Besseren zu gestalten und zu verändern.

Inhaltsverzeichnis

Seit seinem ESK-Freiwilligendienst 2019 in Litauen engagiert sich Dave Kock aktiv bei Fridays For Future, reiste für die Bewegung nach Brüssel. „Dort habe ich mitbekommen, was Europa ist und wie es funktioniert.“ Als einer von 21 Jugendaktivist:innen aus 16 Ländern unterstützt er seit Anfang Mai die europaweite Jugend-Kampagne #StandForSomething, die im Rahmen der EU-Zukunftskonferenz ins Leben gerufen worden ist.

#StandForSomething: Eine Kampagne für die Zukunft Europas

Gemeinsam mit dem Salzburger Andreas Moser trägt er die Anliegen und Ideen österreichischer Jugendlicher zur Zukunft der Europäischen Union zusammen. Anfang 2022 sollen die Ergebnisse gebündelt an EU-Politiker:innen und Entscheidungsträger:innen überreicht werden.

Schon jetzt ist Dave Kock regelmäßig Gast bei politischen Kongressen wie dem Europaforum Wachau oder in Brüssel, spricht vor Politiker:innen wie Sebastian Kurz, Johanna Mikl-Leitner und internationalen Premiers. Das Ehrenamt nimmt viel Zeit in Anspruch: „Meine freien Tage plane ich voll mit Events. Ich versuche jede Minute neue Leute und Meinungen kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen.“

Jugendaktivisten Dave Kock und Andreas Moser beim Europaforum Wachau. © Dave Kock
Jugendaktivisten Dave Kock und Andreas Moser beim Europaforum Wachau. © Dave Kock


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Dave Kock steht für die Themen Umweltschutz und digitale Bildung

Dave hat niederländische Wurzeln und ist im Montafon aufgewachsen. Heute lebt er in Wien. „Für mich war es normal, dass wir zwei- bis dreimal im Jahr nach Holland gefahren sind. Früher mussten meine Eltern bis zu vier Stunden am Grenzübergang warten, jetzt spazier’ ich einfach drüber“, erzählt er. Ohne großes „hin und her“ in jedes der 27 EU-Mitgliedsstaat reisen zu können, ist für Dave Kock eine große Errungenschaft. Vor allem beim Umweltschutz und der Digitalisierung sieht er auf EU-Ebene aber noch großes Verbesserungspotenzial.

„In den zweieinhalb Jahren, in denen ich in der Landesberufsschule war, kam bei manchen Schülern immer noch die Frage auf: Wie speichere ich das Word Dokument?“, erzählt der gelernte Einzelhandelskaufmann, der mittlerweile als IT-Experte tätig ist. Vielen fehle es an intuitivem technischen Wissen. Allgemeine Programme sollten seiner Meinung nach aber von allen bedient werden können und kein Problem darstellen.

Für Europa wünscht er sich mehr Bildung in dem Bereich, schnelle flächendeckende Internetverbindungen, leistbare und schnelle Zugverbindungen sowie eine bessere Zusammenarbeit und mehr Rechte für die Union.

DIGITAL CAMPUS VORARLBERG

Der Digital Campus Vorarlberg steht allen offen, die sich beruflich weiterentwickeln und ihr Wissen in digitalen Themengebieten vertiefen möchten. Mit dem AK-Stipendium gibt es bis zu 50 Prozent der Aus- und Weiterbildungskosten zurück.

Zukunft aktiv mitgestalten und gemeinsam etwas erreichen 

„Gemeinsam könnten wir mehr reißen, als wenn Österreich das selber macht.“ Zum Beispiel bei der Besteuerung von Großkonzernen oder der Digitalisierung. „Stopp-Corona-Apps haben viele Länder für sich entwickelt, sie funktionieren aber nicht grenzübergreifend“, kritisiert Kock. Und er fordert von Politiker:innen langfristig zu denken und nicht nur an die nächste Legislaturperiode.

Was ihn in seiner Arbeit bestärkt, sind die Erfolge von Fridays For Future: „Der Umweltschutz spielt in vielen Diskussionen mittlerweile eine Rolle“, so Dave Kock, der Greta Thunberg sogar schon einmal persönlich getroffen hat. Ähnliches erhofft er sich auch von der #StandForSomething-Kampagne: „Wenn man die Jugend auf der Konferenz der Zukunft auslässt, ist es für mich keine Konferenz der Zukunft.“ Darum fordert er alle 16- bis 24-Jährigen dazu auf, sich an der Kampagne zu beteiligen.

Engagiere auch du dich!

Dave Kock zeigt: Wer sich aktiv einbringt, kann etwas bewegen. Starte bei dir im Unternehmen und gründe einen Betriebsrat. Unsere Expert:innen stehen dir bei allen Fragen rund um die Gründung zur Seite.

#StandForSomething: Wofür stehst du? Jetzt mitmachen!

Für Vorarlberg sind schon einige Events geplant, um persönlich mit Dave Kock in Kontakt zu treten. Aktuelle Termine gibt es bei aha, dem Jugendinformationszentrum Vorarlberg. In Österreich wird #StandForSomething von der aha card in Vorarlberg und dem S-Pass, der Salzburger Jugendkarte, umgesetzt.

Wer sich lieber online einbringen möchte, tritt der Facebook-Gruppe der Kampagne bei, postet einen Social-Media-Beitrag mit dem Hashtag #StandForSomething oder schreibt eine Mail an dave@kock.at.

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