Screenshot im Stil eines Social-Media-Profils mit dem Titel „Österreich und die Pension“. Das Titelbild zeigt einen idyllischen Bergsee, darunter steht der Untertitel „Beziehungsstatus: Es ist kompliziert“. Links ist ein Icon mit Justitia-Waage und Gesetzbuch zu sehen.
© AK Vorarlberg
16.4.2026
Soziales

Pensionsformen in Österreich

Arbeit,Beratung,Gesundheit,Pension

Wer ein Leben lang gearbeitet hat, hat ein Recht auf Pension. So weit, so klar. Nur: Das ­Pensionssystem selbst ist längst nicht so einfach. Denn wann man in Pension gehen kann und wie viel man dann bekommt, hängt von vielen Faktoren ab. Wir zeigen Ihnen hier die wichtigsten Pensionsformen und welche Voraussetzungen man dafür erfüllen muss.

Das österreichische Pensionssystem steht auf drei Säulen – staatlich, betrieblich, privat. Für die meisten Arbeitnehmer:innen zählt vor allem die erste: die gesetzliche Pension. Das System ist schnell erklärt: Sie arbeiten und zahlen dabei mit jedem Monatsgehalt einen Betrag auf Ihr Pensionskonto ein. 

Wenn Sie lange genug gearbeitet und die notwendigen Beitragsmonate erreicht haben, können Sie in Pension gehen. Die Pensionshöhe ergibt sich daraus, wie lange Sie eingezahlt haben und wie hoch Ihr Einkommen war.

Doch so einfach die Theorie ist, so kompliziert ist die Praxis. Denn es gibt nicht nur »die eine« Pension – sondern viele, neben der bereits skizzierten Alterspension etwa die »Hacklerpension« für Langzeitversicherte, die Schwerarbeitspension für physisch und psychisch besonders anstrengende Arbeiten und die Pension wegen Krankheit, die sogenannte Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeits­pension.

Up To Date mit dem AK Wissensvorsprung

Ob Konsumentenschutz, Arbeitsrecht, Familie & Beruf, Weiterbildung oder, oder, oder ... – mit dem AK Newsletter erfährst du regelmäßig alles Wichtige ganz bequem per Mail. Jetzt anmelden und immer auf dem neusten Stand sein.

Schwerarbeitspension mit Hindernissen

Als wäre das nicht schon kompliziert genug, gibt es mit diesem Jahr auch zwei bedeutende Änderungen. Zum einen wurden nun alle Pflegeberufe in die Schwerarbeitspension aufgenommen; ein wichtiger Schritt, den die AK Vorarlberg bereits seit Jahren forderte. Die tatsächliche Umsetzung hat aber durchaus Schwächen: Pflege ist weiblich, es arbeiten vorrangig Frauen in dieser Branche. Sie müssen aber noch immer den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit daheim leisten – arbeiten also wegen der Betreuung der Kinder oder der Pflege von Angehörigen oft in Teilzeit oder fallen für Monate und Jahre gleich ganz aus. Die erforderlichen Versicherungsmonate für die Schwerarbeitspension zu erreichen, ist da so gut wie unmöglich – und so kommt das Modell oftmals nicht bei denen an, für die es gedacht ist. Die Lösung? Eine konsequente Überarbeitung der Zugangsvoraussetzungen.

Teilpension mit Abstrichen

Zum anderen löst seit diesem Jahr die neue Teilpension das bisherige Modell der Altersteilzeit schrittweise ab. Mit der Teilpension kann das Arbeitspensum ­flexibler reduziert werden. Gleichzeitig wird bereits ein Teil der Pension bezogen und vom Teilzeitgehalt weiter auf das Pensionskonto eingezahlt. Klingt zunächst gut, allerdings: Die letztendliche Höhe der Alterspension sinkt dadurch, da ab Bezug die Teilpension mit Abschlägen behaftet ist und von deren Bezug an weniger aufs Pensionskonto eingezahlt wird.

Lust auf mehr spannende Geschichten?

Bestellen Sie sich das KW9 einfach nach Hause – viermal jährlich automatisch, kostenlos und portofrei.


DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Älterer Arbeiter in Latzhose steht mit verschränkten Armen in einem Industrielager und blickt ernst in die Kamera.
01.04.2026

Soziales

Was bringt die neue Teilpension?

Einen sanften Übergang in die Pension ­wünschen sich viele. Seit 1. Jänner 2026 gibt es dafür neu die sogenannte Teil­pension. Sie ergänzt das bisherige Modell der Altersteilzeit.

Schwarz-Weiß-Aufnahme von Thomas Melmer während eines Interviews. Er sitzt an einem Tisch mit Kaffeetasse und Unterlagen und spricht konzentriert mit einer Person im Vordergrund, die nur von hinten zu sehen ist.
16.4.2026

Soziales

»Pensionssplitting wäre nur fair«

Thomas Melmer ist Kammerrat in der AK Vorarlberg und Vorsitzender des Sozialausschusses. Im Interview spricht er ­darüber, welchen Wert die Pflege haben sollte, welchen Zündstoff die Sozialkürzungen bergen und wie fehlende Gleichberechtigung das Sozialsystem ins Wanken bringt.

Infografik zum 3-Säulen-Modell der Altersvorsorge: Drei farbige, abgestufte Flächen repräsentieren die 1. Säule (Staatliche Pension), die 2. Säule (Betriebliche Vorsorge) und die 3. Säule (Private Altersvorsorge).
16.4.2026

Soziales

Sicherheit oder Spekulation?

In der Debatte um die Pensionen wird von gewissen Akteuren ein vermeintlich alternativloser Rettungsanker präsentiert: die private Vorsorge. Doch hinter dem Versprechen verbergen sich oft hohe Kosten und Marktrisiken, die allein die Arbeitnehmer:innen tragen.

Aktuelle Ausgabe

Titelseite des „KW9“-Magazins der AK Vorarlberg (Nr. 4). Auf einem altrosa Stoffhintergrund liegt eine weiße Häkelspitze, in deren Zentrum das Wort „ALTER“ eingestrickt ist. Über dem Motiv steht in großen, weißen Buchstaben der Titel „KW9“.

Kostenlos Abonnieren

Unser Magazin wird an alle AK Mitglieder versendet. Du bist kein AK Mitglied? Du kannst KW9 auch kostenlos bestellen.

KW9 bestellen



Newsletter

AK für die Inbox. Jeden Montag neu.


Stark für dich

Als AK Mitglied profitierst du von Services zu Arbeit, Bildung und Konsum.


AK Vorarlberg Service