Stark eingeschenkt: Tobias Schwarz (links) und Benjamin Frick präsentieren stolz ihr Abschlussprojekt. © Thomas Matt, AK Vorarlberg
Stark eingeschenkt: Tobias Schwarz (links) und Benjamin Frick präsentieren stolz ihr Abschlussprojekt. © Thomas Matt, AK Vorarlberg
11. Februar 2022
Arbeit

Abschlussprojekt für die Lehre als Elektroniker: „a‘Bierle“ ist ein Meisterstück

Arbeit,Bildung

Ihre Lehre bei Bachmann electronic beschließen Benjamin Frick und Tobias Schwarz mit der Planung, Konstruktion und dem Bau einer elektronisch gesteuerten Schankanlage – die dürfen sie auch behalten.


26 Lehrlinge bilden Dietmar Matt und sein Team bei Bachmann electronic zurzeit aus, Nachwuchssorgen plagen sie keine. Und doch trennt er sich nur schwer von solchen Kalibern wie Benjamin Frick (25) und Tobias Schwarz (20). Beenden die beiden angehenden Elektroniker doch das vierte und letzte Lehrjahr mit einem richtigen Knalleffekt. Oder soll man eher Sprudeln schreiben? Oder Schäumen? Auf keinen Fall Schaumschlagen, denn ihr Projekt, „a’Bierle“, glänzt vom ersten Entwurf bis zur endgültigen Programmierung mit hohen Qualitäten.

AK-Bildungsgutschein © AK Vorarlberg


So viel zu bedenken

Die Idee zur digital gesteuerten vollautomatisierten Schankanlage „hatten wir schon in der dritten Klasse“. Eine Füllstandmessung mit Ultraschall brachte Frick und Schwarz auf die Spur. Die beiden kauften sich eine ausgemusterte Schank und ein Zehn-Liter-Fass zum Testen und tauchten alsbald tief ein in die Projektplanung, ins Programmieren und in die Grundfesten der Physik. Denn für die Probeläufe floss Wasser aus dem Zapfhahn. „Wasser hat aber eine andere Dichte als Bier.“ Dem Konsumenten bleiben solche Feinheiten verborgen, für die jungen Zapfmeister änderte das viel. Sie schlüpften in die Rolle von Installateuren, wenn es um Gewindegrößen ging, und gaben anderen Dichtungen den Vorzug, als beim Biertest nur Schaum in die Gläser quoll. 

Heute, 373 Arbeitsstunden später, neigt s’Bierle auf Knopfdruck das Glas in den exakt richtigen Winkel und egal, ob 0,3 oder 0,5 oder ein Liter –kein Tropfen geht daneben. Von den rund 1000 Euro Materialkosten hat Bachmann electronic die Hälfte übernommen. Benjamin und Tobias dürfen den elektronisch gesteuerten Bierautomaten nach bestandenem Lehrabschluss mit heimnehmen. Zu Firmenfesten wollen sie ihn wieder mitbringen, ansonsten im Freundeskreis verleihen.  

AK-Zeitspeicher © freshidea, Adobe Stock


„Sauguate Lehrlinge sind das“, entfährt es Dietmar Matt und lachend fügt er hinzu: „Dia kascht fast nit bremsa.“ Telefonische Anfragen, ob sie wohl auch am Sonntag in die Firma dürften, klingen ihm noch im Ohr. 

Wie beschreibt Bachmann electronic die eigenen Unternehmensleistungen? „Automatisierungslösungen, die Akzente setzen“.




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