Glückliche Frau auf ihrem Fahrrad © Jacob Lund, Adobe Stock
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22. September 2022
Arbeit

Stehst du noch oder fährst du schon?

AK-Präsident,Arbeit,Bus und Bahn,Energie,Energiewende,Klimawandel,Mobilität

Nicht die Nerven im Stau verlieren. Sich den Schock an der Zapfsäule sparen. Etwas für die Gesundheit tun. Die Umwelt schützen. Oder einfach die Freiheit im Fahrtwind spüren: Wer vom Auto aufs Fahrrad umsteigt, genießt viele Vorteile.

In diesem Beitrag

Die Besten im Westen – das gilt in Österreich besonders beim Radverkehr. 49 Prozent der über 15-Jährigen treten in Vorarlberg täglich oder mehrmals in der Woche in die Pedale. Mehr als in jedem anderen Bundesland. Und es werden immer mehr: Seit dem Jahr 2007 ist die Anzahl der häufig Radfahrenden im Ländle um mehr als 50 Prozent gestiegen. Sich öfter in den Sattel zu schwingen, ist auch auf dem Weg zu Arbeit eine gute Idee.

„Mit dem Rad zu fahren, ist in vielerlei Hinsicht ein Gewinn. Man spart dadurch Kosten, fördert die eigene Gesundheit und fühlt sich rundherum besser.“

Hubert HÄmmerle

AK-Präsident


Land der kurzen Arbeitswege

Groß ist in Vorarlberg das Potenzial für den Radverkehr auf dem Weg zur Arbeit. Fast die Hälfte der Arbeitswege sind kürzer als fünf Kilometer. Weitere 20 Prozent der Vorarlberger:innen leben zwischen fünf und zehn Kilometern vom Arbeitsplatz entfernt. Hinzu kommt: Durch die immer beliebter werdenden E-bikes verlängert sich die Reichweite des Radverkehrs deutlich. 

Junge Menschen fahren mit ihrem Fahrrad über eine Brücke © Mirko Vitali, Adobe Stock
© Mirko Vitali, Adobe Stock


Autofahren oder Autostehen?

Was zudem fürs Radfahren spricht, ist die Verkehrsentwicklung auf der Straße: Wer hinterm Lenkrad sitzt, steht immer öfter und immer länger im Stau. Seit der Preisexplosion auf dem Energiemarkt kostet das die Arbeitnehmer:innen nicht nur Nerven, sondern viel Geld.


AK-Präsident Hubert Hämmerle © Mirko Kuzmanovic

„Mit dem Rad zu fahren, ist in vielerlei Hinsicht ein Gewinn“, ist Hubert Hämmerle überzeugt. „Man spart dadurch Kosten, fördert die eigene Gesundheit und fühlt sich rundherum besser.“

Der AK-Präsident appeliert an die Unternehmer:innen im Land: „Beim Umstieg aufs Rad sollten die Arbeitgeber:innen die Arbeitnehmer:innen aktiv unterstüzten, denn von gesünderen und zufriedeneren Mitarbeiter:innen profitieren auch sie.“

Eine Möglichkeit dafür ist das JobRad. Arbeitgeber:innen leasen ein Fahrrad und überlassen es den Arbeitnehmer:innen kostenlos oder für eine attraktive Nutzungsgebühr.

Die Mitarbeiter:innen verpflichten sich, das Rad nach Möglichkeit oft auf dem Arbeits- und auf Dienstwegen einzusetzen, und können das Rad sogar privat nutzen. Nach vier Jahren haben sie die Möglichkeit, das JobRad um einen symbolischen Euro zu erwerben.

Mit Bus und Bahn ergänzen

Manche Radfahrer:innen behaupten ja, es gibt kein schlechtes Wetter. Regen, Schneefall und vereiste Fahrbahnen sind aber sicher keine idealen Fahrbedingungen. Im Vergleich mit anderen Bundesländern ist Vorarlberg hier in einer glücklichen Position.

Der Öffentliche Verkehr ist gut ausgebaut, die Zahl der Verbindungen und Anschlüsse hoch und das Jahresticket vergleichsweise günstig. Mit dem Jobticket gibt es auch hier die Möglichkeit für Arbeitgeber:innen, ihre Mitarbeiter:innen beim Umstieg zu unterstützen.

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Fahrrad statt Dienstauto: Auf der Website des Bundesministeriums findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Jobrad in Betrieben.

Jobrad in Betrieben


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