18.08.2022

Stark für Sie

Wir sind für unsere 165.000 Mitglieder in Vorarlberg Dienstleister Nr. 1 bei allen Fragen zum Thema Arbeit. Aber auch darüber hinaus bietet Ihnen die AK Vorarlberg umfassende Services und Beratungsangebote. 

Rückblick 2021: 13,8 Millionen Euro für die Mitglieder

AK-Direktor Rainer Keckeis und Präsident Hubert Hämmerle © AKV, Jürgen Gorbach
© AKV, Jürgen Gorbach

122.000 Mal hat das Team der AK Vorarlberg 2021 Mitglieder beraten. 13,8 Millionen Euro kamen den Vorarlberger Beschäftigten durch Interventionen, vor Gericht und als Förderungen zugute. Es war ein heftiges Jahr. Dabei dachte da noch niemand an Krieg in Europa.

Das zweite Jahr der Pandemie hätte eigentlich ihr Ende bringen sollen. Doch die Hoffnung trog. Impfung, Maske und Abstand blieben die Devise. 

Kurzarbeit und Homeoffice

Noch einmal wurden Kurzarbeit und Homeoffice zu den bestimmenden Instrumenten am Arbeitsmarkt. In Vorarlberg waren seit Ausbruch der Pandemie laut AMS-Geschäftsführer Bernhard Bereuter insgesamt 65.300 Beschäftigte in Kurzarbeit. 

Das Instrument der Kurzarbeit und ähnliche Maßnahmen sicherten in ganz Europa bereits im Jahr 2020 mehr als 38 Millionen Jobs. Das European Trade Union Institute hat diese Zahl erhoben. Demnach gab Österreich etwa 1,6 Prozent des BIP für Kurzarbeit aus. Die Arbeitslosenquote liegt hierzulande mittlerweile wieder bei 6,3 Prozent. In Vorarlberg ist sie sogar auf 5,3 Prozent gesunken. 8.391 Personen waren in Vorarlberg Ende März auf Arbeitssuche. Das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren. In der entscheidenden Phase der Krise haben Sozialpartner und Regierung Hand in Hand agiert. Sonst sähe es düster aus. 

Gute Wegbegleiter

Außenansicht der AK-Vorarlberg © Dietmar Walser
© Dietmar Walser

Abseits der Interessenspolitik brauchen immer mehr Beschäftigte praktische Hilfe. 122.000 Mal waren die 144 Berater:innen der AK Vorarlberg im Vorjahr gefordert. Detailliert gibt der Geschäftsbericht Auskunft. Allein im Arbeits- und Sozialrecht zogen sie für AK-Mitglieder mehr als 500 Mal vor Gericht und erstritten 4,2 Millionen Euro. Unzählige Verordnungen mussten die Jurist:innen der AK in Rekordzeit interpretieren und anwenden, heillose Widersprüche inklusive. 

4.195 Arbeitnehmerveranlagungen haben die Expertinnen im AK-Steuerrecht für unsere Mitglieder eingebracht. Ihr digitaler Service ist beliebt: Die Anzahl der digitalen Anträge hat sich binnen Jahresfrist beinah verdreifacht. Die Sozialrechtsexpert:innen gingen vor allem in Pflegegeldfragen, bei Invaliditätspension und Reha-Geld vor Gericht. Online-Handel und Wohnprobleme dominierten den Konsumentenschutz. 

„Mit 100 Jahren – die AK Vorarlberg wurde 1921 gegründet – erwies sich die AK 2021 als kämpferisch wie eh und je“, betont AK-Präsident Hubert Hämmerle. Er streut seinem Team Rosen. 2021 arbeiteten alle Abteilungen wie selbstverständlich analog und digital gleichermaßen, sodass selbst im totalen Lockdown die Dienstleistungen nicht einbrachen.  

"All das war und ist nur in einem hoch motivierten Team möglich“, betonen Hämmerle und Keckeis. „Die Corona-Pandemie hat die 144 Beschäftigten der AK Vorarlberg enorm gefordert“, betont Hämmerle. 

Corona hat eindrucksvoll bewiesen, dass eine Arbeitnehmervertretung unverzichtbar ist.

HUBERT HÄMMERLE

AK-Präsident

Teuerung schlägt zu

Das dürfen sie auch jetzt nicht, denn die Beschäftigten und ihre Familien geraten immer stärker in Bedrängnis. Ein Einkaufskorb mit den preiswertesten Lebens- und Reinigungsmitteln kostet seit Juni 2021 heute um 13,1 Prozent mehr, warnte die AK Anfang April 2022, als sie ihren aktuellen Preismonitor vorstellte. Natürlich belastet die Inflation die Haushalte mit niedrigem Einkommen am meisten. Das Leben in Österreich hat sich laut Statistik Austria nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine so stark verteuert wie seit über 40 Jahren nicht mehr. Das hat die AK erneut interessenspolitisch auf den Plan gerufen. Dringend fordert AK-Präsident Hubert Hämmerle ein Ende der schleichenden jährlichen Steuererhöhung namens Kalter Progression. Auch zeitlich begrenzte Förderpakete wird es wohl brauchen.

Am nachhaltigsten freilich würde ein gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 1.700 Euro netto helfen, betont der AK-Präsident. Nachlesen kann man das im Standort-Rating der AK Vorarlberg.


 

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Nachhaltigkeit

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