1.9.2017
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Nur gemeinsam stark!

Überrascht hat es niemanden, dass neoliberale Kreise den Wahlkampf bis zum 15. Oktober dazu nutzen, um erneut Stimmung gegen die Arbeitnehmervertretungen zu machen. „Sie sind ihnen halt ein Dorn im Auge“, sagt AK-Präsident Hubert Hämmerle. Wäre die AK nichts weiter als ein zahnloser Tiger, krähte kein Hahn danach.

Aber das ist sie nicht. „In Vorarlberg vertritt die Arbeiterkammer 146.000 Mitglieder. Ihre Experten in Arbeits- und Sozialrecht, Konsumentenschutz und Lehrlingsfragen haben im Vorjahr an jedem Arbeitstag rund 480 Beratungen durchgeführt, insgesamt 120.000 in einem Jahr.“ Die AK hat Hämmerle zufolge für ihre Mitglieder über neun Millionen Euro erstritten. Geld, das den Arbeitnehmern vorenthalten wurde, weil sie betrogen wurden oder sich im Dickicht der Verwaltung nicht mehr zurechtfanden.

Die Vorarlberger etwa, die sich im März 2017 der Abendberatung des AK-Steuerservice anvertrauten, haben über ihre Arbeitnehmerveranlagung zusammen 930.000 Euro vom Finanzamt zurückgeholt. Annähernd 10.000-mal zog die AK Vorarlberg 2016 für Mitglieder vor Gericht. Die große Steuerreform, die die Menschen in Österreich um durchschnittlich 1000 Euro entlastet hat, haben sich Spitzenvertreter der AK Vorarlberg ausgedacht. Und gegen die Kalte Progression, deren Abschaffung Vorarlbergs AK-Mitglieder der neuen Bundesregierung mit dickem Rotstift ganz oben auf die To-do-Liste setzen, kämpft die AK mit allen Mitteln.

So viel zum Einsatz. Es gäbe noch mehr. Die Frage ist: Was kostet das? Die Arbeitnehmer zahlen monatlich 0,5 Prozent ihres Einkommens. Das sind im Österreich-Durchschnitt 6,90 Euro. In Vorarlberg liegt das Lohnniveau deutlich höher, hier sind es neun Euro. Den neoliberalen Kritikern ist das zu viel. Dass sie mit der Beseitigung der Beträge auch die erbrachten Leistungen vernichten, sagen sie nicht dazu. „Vielleicht, weil in ihren Augen Arbeitnehmer gar keine Vertretung haben sollen?“ Das fragt sich nicht nur der AK-Präsident. 

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