26.9.2013
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Arbeiterkammer genießt das größte Vertrauen

Image-Umfrage: Vollkommenere Ergebnisse beinahe nicht mehr möglich

Die Arbeiterkammer genießt bei den Vorarlbergern ein hohes Ansehen. Das ergab einmal mehr eine repräsentative Umfrage des Markt- und Meinungsforschers Dr. Edwin Berndt.

Das Image der Arbeiterkammer ist hoch: 76 Prozent der Vorarlberger sprechen der Institution ihr Vertrauen aus. Nur 7 Prozent vertrauen ihr weniger. Das ergibt einen Imagewert von hohen 69 Prozent. Ob Arbeiter, Angestellter, Mann, Frau, unter 30 Jahre oder über 45 Jahre – die Kammer ist bei allen Segmenten in hohem Maße angesehen (Werte von 75 bis 81 Prozent bei den Positivstimmen). Lediglich die Führungskräfte halten sich etwas zurück: Von ihnen sprechen 72 Prozent ihr Vertrauen gegenüber der Arbeiterkammer aus.

„Vollkommenere Ergebnisse, wie sie die AK dokumentiert, sind beinahe nicht mehr möglich“, kommentiert der Meinungsforscher die hervorragenden Werte. Sie spiegeln klar wider, wie wichtig die Arbeiterkammer als Interessenvertretung für die Arbeitnehmer ist. Dieser Imagewert ist auch ein Zeugnis für die gute Arbeit und den unermüdlichen Einsatz der AK-Mitarbeiter. „Um diesen zu halten, werden weiterhin massive Anstrengungen notwendig sein. Ganz nach dem Motto: Wer aufhört besser zu sein, hört auf, gut zu sein“, sagt Berndt. Weitere Institutionen folgen im Vergleich zur AK mit erheblicher Distanz.

„Zeit heilt Wunden“

Auf Platz zwei: Die Gewerkschaften. Diese lösten 2010 die Banken und Versicherungen an dieser Stelle ab. Rund 43 Prozent der Befragten sprechen den Gewerkschaften ihr Vertrauen aus. Damit schneiden sie besser ab als noch vor sechs Jahren. Aufgrund diverser Skandale in der Vergangenheit (BAWAG) wurde das Vertrauen massiv erschüttert. 2007 lag der Imagewert bei -8 Prozent (heute bei 25 Prozent). „Im Zeitablauf kommt es für gewöhnlich wiederum zu Imageverbesserungen, wenn keine neuen Ungereimtheiten auftreten. Das Sprichwort ‚Zeit heilt Wunden‘ kommt in der Imageforschung oftmals im hohen Maße zum Tragen“, erklärt der Marktforscher diesen Trend.

Geplagt von Krisen und Skandalen

Auf den folgenden Plätzen reihen sich Medien und Zeitungen (-10 Prozent), Banken und Versicherungen (-12 Prozent) sowie Rundfunk und Fernsehen (-14 Prozent). Diese drei Institutionen mussten in den vergangenen Jahren aufgrund von verschiedenen Skandalen eine erhebliche Verschlechterung der Reputation hinnehmen, wie Edwin Berndt beispielsweise die negative Imageentwicklung der Banken erklärt: „Diese Verhaltensweisen waren nachvollziehbar, waren doch Fehlverhalten, zum Beispiel Spekulationen internationaler Großbanken, für die sogenannte Wirtschafts- und Finanzkrise verantwortlich. Auch die Vorgänge um die Hypo Alpe Adria in Kärnten wirkten sich allgemein für die ganze Sparte imageschädlich aus.“

Auch der Ruf von Rundfunk und Fernsehen verzeichnet seit dem Jahr 2000 einen Abwärtstrend. Trotzdem konnten sie ihr Image gegenüber 2008 und 2010 insgesamt wieder verbessern. Ein ähnlicher Verlauf ist auch bei den Zeitungen zu beobachten.

Mit niedrigen Imagewerten (–30 Prozent) hat auch die katholische Kirche zu kämpfen. Die Ursachen liegen klar auf der Hand: Die Berichte über Skandale und Missstände häuften sich in den letzten Jahren massiv (Beispiel Kloster Mehrerau). Trotzdem konnte gegenüber 2011 ein deutlicher Vertrauenszuwachs verzeichnet werden.

„Imagewerte sind beklagenswert“

Am wenigsten vertrauen die Vorarlberger der Regierung und dem Parlament (-45 Prozent) sowie den politischen Parteien (-51 Prozent). „Besonders die Regierung gab schon länger kein gutes Bild ab in der Öffentlichkeit“, fasst der Meinungsforscher das Ergebnis zusammen. Die Ursachen: gegenseitiges Misstrauen, Inflexibilität, massiver Streit sowie Stillstand der Regierungsarbeit. Auch die Ausrufung von Neuwahlen im Jahr 2008 wirkte sich nicht imageverbessernd aus.

Mit weniger Scharmützeln und mehr Sachpolitik konnte dann die neue Regierung punkten. Doch der Friede währte nicht lange: „Die Verantwortlichen in der Regierung und im Parlament präsentierten sich wiederum in hohem Maße streitsüchtig – Problemlösungen sind kaum in Sicht“, so Berndt. Die diversen Skandale in der Vergangenheit wirkten sich zudem massiv auf die Reputation der Regierung sowie auch der Parteien aus. Das Fazit des Meinungsforschers: „Diese Imagewerte sind beklagenswert, bedauerlich und müssen nachdenklich stimmen.“

Zuverlässiger Partner

AK-Präsident Hubert Hämmerle: „Imageumfrage spiegelt Stimmung der Bevölkerung wider“

Stark für Sie

Markt- und Meinungsforschungsinstitut bescheinigt AK Vorarlberg Spitzenwerte.

Aufgaben der AK

Wir beraten Sie etwa zu Arbeitsrecht, Konsumentenschutz, Steuer oder Sozialversicherung, begutachten Gesetzes-Entwürfe & leisten Grundlagenforschung.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK