3.7.2015
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Arbeitspolitik im großen Stil

LEHRREICH. 80 Prozent der Weltbevölkerung haben keine Versicherung oder Pension. 40 Prozent verdienen weniger als zwei Dollar pro Tag. Nur sieben Prozent sind gewerkschaftlich vertreten.
Für Monika Kemperle sind diese Themen täglich Brot. Die Reise des AK-Ausschusses für interkulturelle Angelegenheiten führte nicht grundlos zuerst zur stellvertretenden Generalsekretärin von „Industrie all“. Dieser weltweit agierende Gewerkschaftsverband hat seinen Sitz in Genf und umfasst rund 52 Millionen Mitglieder von 197 Einzelgewerkschaften in 143 Ländern. Die Organisation besteht erst seit Juni 2012. Die Infrastruktur ist schlank: Im Genfer Headquarter arbeiten gerade mal 40 Mitarbeiter aus 27 Nationen.

Rechte erkämpfen 

„Industrie all“ arbeitet eng mit der ILO zusammen, der Arbeitsorganisation der UNO. Beiden gelang es etwa unter dem Eindruck der Katastrophe von Rana Plaza mit 35 international tätigen Unternehmen einen auf fünf Jahre befristeten Vertrag zu schließen, der u. a. Feuersicherheit, unabhängige Inspektoren und die Möglichkeit, Arbeiten auch abzulehnen, enthält – alles Dinge, die in den großen Fabriken Asiens oft genug nur Wunschträume sind. Die Kammerrätinnen und Kammerräte besuchten zudem das UNO-Palais, neben dem New Yorker UN-Hauptquartier der zweite Hauptsitz der Vereinten Nationen. In Lyon warfen sie einen Blick hinter die Kulissen einer arbeitsrechtlich zutiefst interessanten Stadt. Einmal war der Aufstand der Seidenweber in Lyon im November 1831 der erste große soziale Aufstand zu Beginn des Industriezeitalters in Frankreich. Zum anderen sind die Vorstädte von Lyon  – Banlieues genannt – immer wieder Brennpunkte gewalttätiger Auseinandersetzungen. 2005 gingen hier hunderte Autos in Flammen auf.

Der AK-Präsident unterschreibt gegen moderne Sklaverei. © Thomas Matt, AK

Der AK-Präsident unterschreibt gegen moderne Sklaverei.

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