25.11.2013
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Drastische Lohnkürzung durch die Hintertür!

Alle Fraktionen in der AK Vorarlberg erteilten der Forderung der Wirtschaft sowie bestimmter politischer Kreise eine klare Absage, die Normalarbeitszeit auf zehn Stunden auszudehnen. AK-Präsident Hubert Hämmerle hatte in seinem Bericht vor Augen geführt, um welche Dimension es dabei geht: „Die Zahl der Überstunden ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. 2011 wurden über 300 Millionen Überstunden geleistet, davon aber fast 70 Millionen ohne Bezahlung oder Zeitausgleich. Wenn, wie gefordert, die neunte und zehnte Stunde nicht mehr als Überstunden zählen sollen, sondern zur Normalarbeitszeit, bedeutet das nichts anderes als eine drastische Lohnkürzung durch die Hintertür!“

Mittlerweile machen zwei Drittel der Beschäftigten Überstunden, die Österreicher gelten sogar als Überstunden-Europameister. Vor diesem Hintergrund von mangelnder Flexibilität der heimischen Arbeitnehmer zu reden, ist blanker Hohn, so AK-Präsident Hubert Hämmerle.

Nicht nur, aber besonders für die Frauen, von denen überdurchschnittlich viele in Teilzeit beschäftigt sind, verheißen die angeblichen „Win-win-Situationen“ in Wahrheit eine Verschlechterung: Weitere Flexibilisierung, zum Beispiel durch noch flexiblere Arbeit auf Abruf, sei eindeutig eine einseitige Belastung und abzulehnen.

Belegschaften „verbrennen“

AK-Präsident Hubert Hämmerle warnte vor einem Dammbruch bei Aufweichen der Normalarbeitszeit. Wie lange sollen die Menschen am Ende denn „normal“ arbeiten – gar 14 oder 16 Stunden pro Tag? „In Anbetracht der Demografie kann es doch nicht das Ansinnen der Betriebe sein, zum Preis eines kurzfristigen Kostenvorteils ihre Belegschaften durch eine totale Arbeitszeitflexibilisierung zu verbrennen.“

Bestehende Arbeitsplätze halten und neue schaffen, das werde nur mit fairen Spielregeln und nur zusammen mit der Arbeitnehmerseite gehen, betonte AK-Präsident Hubert Hämmerle zu Befürchtungen der Wirtschaft, die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs leide: „Neoliberale Turbo-Flexibilisierung wird es mit uns nicht geben!“

Kalte Progression kappen

Die AK-Vollversammlung sprach sich einhellig für eine rasche steuerliche Entlastung der Arbeitnehmer aus. Vor allem die sogenannte kalte Progression  müsse gekappt werden. Hämmerle: „Mehr Netto vom Brutto!“

Konstruktive Arbeit gelobt

Im Hinblick auf die bevorstehende Arbeiterkammerwahl vom 27. Jänner bis 6. Februar 2014 klangen bei der letzten Vollversammlung der laufenden Periode ansatzweise Wahlkampftöne durch. Alle in der AK Vorarlberg vertretenen Fraktionen zogen allerdings eine positive Bilanz der zurückliegenden Zusammenarbeit und lobten das konstruktive Klima im Interesse der Vorarlberger Arbeitnehmer. Der weitaus überwiegende Teil der Beschlüsse in Vorstand und Vollversammlung war in dieser Zeit denn auch einstimmig gefasst worden.

77,7 Prozent für AK-Services

AK-Direktor Rainer Keckeis stellte das Budget der AK Vorarlberg für das kommende Jahr vor, das einstimmig verabschiedet wurde. Keckeis: „77,7 Prozent der Ausgaben fließen 2014 direkt ins Dienstleistungsangebot der Arbeiterkammer.“


Die Vollversammlung der AK-Vorarlberg

Die Vollversammlung der AK-Vorarlberg besteht aus 70 Kammerrätinnen und Kammerräten.

Vorstand der AK Vorarlberg

Der Vorstand ist ein wichtiges Beschlussorgan der Selbstverwaltung.

Die Ausschüsse

Insgesamt 9 Ausschüsse unterstützen die Arbeit des Vorstandes.

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