Wahlleiter verkünden das Wahlergebnis © AK Vbg.
AK-Wahl 2019 mobilisierte wieder mehr Arbeitnehmer. Wahlbeteiligung stieg auf 37,05 Prozent. © AK Vbg.

Gewinner sind jedenfalls die Arbeitnehmer

Am 8. Februar 2019 waren die jüngsten AK-Wahlen Geschichte. Fast jede zweite Stimme entfiel auf die Fraktion FCG.ÖAAB, die dennoch ihre absolute Mehrheit einbüßte. Die FSG-Fraktion konnte Stimmen zulegen, Freiheitliche Arbeitnehmer und Liste Gemeinsam erlitten leichte, die NBZ schwere Verluste. Neu zieht die HaK ins Arbeitnehmerparlament ein.

Am Ende eines jeden Wahltags steht eine Achterbahn der Gefühle: Da wurden Erwartungen enttäuscht, dort übertroffen. Hier haben sich Vorhersagen bewahrheitet, dort sprachen nackte Zahlen eine überdeutliche schmerzliche Sprache. Aber zwei Sieger fand die AK-Wahl 2019 auf Anhieb: die hunderten Helferinnen und Helfer, deren Einsatz durch eine gestiegene Wahlbeteiligung belohnt wurde. Und natürlich die rund 49.600 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich mit ihrer Stimmabgabe an dieser Vorarlberger AK-Wahl beteiligt haben.

Verlust der Absoluten

Dem endgültigen Endergebnis zufolge, das dann am 11. Februar 2019 nach Auszählung der letzten 1000 Briefwahlstimmen feststand, erreichten die Vorarlberger Christgewerkschafter einen Stimmenanteil von 47,26 Prozent nach 51,70 Prozent im Jahr 2014. Einen Zuwachs von über drei Prozentpunkten verzeichnete die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) mit 30,18 Prozent (2014: 26,87). Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) kamen auf 7,86 Prozent (2014: 8,31) Stimmenanteil, die grün-nahe Liste „Gemeinsam“ auf 6,04 (2014: 6,53) Prozent.

Schwere Verluste musste die migrantisch geprägte „Neue Bewegung für die Zukunft“ (NBZ) hinnehmen, nachdem die von der NBZ abgespaltene Liste „Heimat aller Kulturen“ (HaK) ebenfalls antrat und aus dem Stand 6,07 Prozent der Stimmen für sich verbuchte. Der NBZ blieben lediglich 1,81 (2014: 5,47) Prozent Stimmenanteil. Erneut am Einzug in die Vollversammlung gescheitert ist der Gewerkschaftliche Linksblock mit 0,77 (2014: 0,94) Prozent.

Schwierige Ausgangslage

„Die politische Lage mit Türkis/Blau ist für einen schwarzen Arbeiterkammer-Präsidenten eine schwierige Situation“, stellte der seit 2006 amtierende Hubert Hämmerle fest. Den erreichten Stimmenanteil von über 47 Prozent wertete der AK-Präsident als „klaren Auftrag zum Weitermachen“. Dass die absolute Mehrheit wanken würde, war für ihn schon wegen des Antretens einer zusätzlichen Liste klar. Jetzt gelte es, „dass wir weiterhin eine starke Arbeitnehmervertretung sind“.

Die Spitzenkandidatin der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG), AK-Vizepräsidentin Manuela Auer, zeigte sich über das Abschneiden ihrer Fraktion hocherfreut. „Wir haben den Eindruck, die richtigen Themen angefasst zu haben, das wurde honoriert“, zog sie Bilanz. Auch sie redete einer weiteren inhaltlichen Zusammenarbeit in der AK das Wort.

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Wahlergebnis

Wahlergebnis 2019 © AK Vbg.

Wahlbeteiligung

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