Schutzmaßnahmen für Arbeit­neh­merInnen im Zuge der Corona-Krise

„Gesunde Distanz muss Betriebskultur werden“

Bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz steht das minimierte Ansteckungsrisiko ganz oben auf der Tod-do-Liste aller Beteiligten. Die AK stellt deshalb alle Empfehlungen in einem Guide gratis zum Download zur Verfügung.

Zwar waren bereits Mitte April 2020 über 900.000 Menschen in Kurzarbeit mit noch steigender Tendenz, aber im Zuge der tröpfchenweisen Rückkehr von Normalität kehren die Österreicherinnen und Österreicher wieder an ihre Arbeitsplätze zurück. Nicht wenige bringen ein etwas mulmiges Gefühl mit. Wie wird das werden? Und vor allem: Bin ich dort auch vor Ansteckung sicher?

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Empfehlungen kompakt

Die Beraterinnen und Berater der AK Vorarlberg haben deshalb alle gängigen Empfehlungen in einem acht Seiten starken Dokument zusammengetragen. Der Guide kann per Mausklick gratis heruntergeladen werden.

Ganz wichtig ist, dass auch die Arbeitgeber gut Bescheid wissen. Denn sie müssen aufgrund ihrer Fürsorgepflicht darauf achten, dass die Ansteckungsgefahr unter ihren Mitarbeitern, aber auch zwischen den Arbeitnehmern und zum Beispiel Kunden oder Lieferanten möglichst gering ist. Sie müssen einerseits geeignete betriebliche Maßnahmen treffen, auf der anderen Seite entsprechende Anweisungen an die Arbeitnehmer erteilen. 

„Body distancing“

Natürlich stehen da die Standards ganz oben auf der Liste: „Händewaschen und das Desinfizieren der Hände, das Tragen von Mund-Nasenschutzmasken“, fasst Dr. Christian Schindler sie knapp zusammen. Der 57-jährige Arzt hat über 20 Jahre arbeitsmedizinische Erfahrung. Er ist seit kurzem Betriebsarzt der AK Vorarlberg.

Viel höher noch als die hygienische Praxis, die den meisten Menschen inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen ist, bewertet Schindler das Thema Abstand: „Das ganz Essentielle ist einfach, dass wir alle einen bestimmten Mindestabstand einhalten müssen.“ Schindler spricht deshalb lieber vom „body distancing“ als vom „social distancing“. „Es geht schließlich darum, dass wir uns körperlich nicht zu nahekommen.“

Österreich empfiehlt dabei einen Meter Abstand zu wahren, „in Deutschland sind es 1,50 m.“ Mit zwei Metern Distanz ist man auf der ganz sicheren Seite. „Da könnte ich auch aus Versehen niemandem aufmunternd auf die Schulter klopfen, so lange ist mein Arm einfach nicht“, sagt der Arzt lachend. Denn in den Gewohnheiten liegt die größte Gefahr. Das kennen wir doch alle, dass man im Laufe eines Gespräches auf den Abstand vergisst und sich immer näher kommt… Deshalb empfiehlt Schindler, den Sicherheitsabstand ganz offiziell in die Betriebskultur aufzunehmen, von der Chefetage bis zum Lager. „Dann ist auch nichts mehr dabei, die Kollegen darauf anzusprechen, wenn sie die gesunde Distanz vermissen lassen.“

Die AK hat in dem kleinen Guide eine Menge an Tipps und Empfehlungen zusammengefasst, von Bodenmarkierungen und Glasscheiben, die den Kundenkontakt leichter machen, bis hin zum richtigen Verhalten bei Firmentransporten und dem besonderem Schutz für schwangere Kolleginnen.

Schutzmaßnahmen

Schutzmaßnahmen sind bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz das Um und Auf. Die AK hat die wichtigen Empfehlungen in einem Guide zusammengetragen und bietet ein gratis Download an.

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