27.11.2015
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Studie: Europäisch, jung, mobil - Neue Zuwanderung nach Vorarlberg 2008 bis 2014

Was bedeuten Zuwanderer für die heimische Wirtschaft? Woher kommen sie? Welche Kenntnisse bringen sie mit? Belasten oder bereichern sie den Vorarlberger Arbeitsmarkt? Die AK bat Eva Häfele um eine Untersuchung. Auf 261 Seiten legt sie nun die Entwicklungen im Zeitraum 2008 bis 2014 dar. Aus ihrem Befund ergeben sich zahlreiche Forderungen an Politik und Wirtschaft. 

Warum dieser Zeitraum? Einmal ist 2008 das Jahr, bevor die Finanz- und Wirtschaftskrise voll wirksam wurde. Andererseits traten nach 2004 bis heute 13 Länder der Europäischen Union bei. Mit Ausnahme der Kroaten genießen alle Arbeitskräfte aus den neuen EU-Ländern Arbeitnehmerfreizügigkeit.  

Was heißt das für Vorarlberg? Noch immer ist Deutschland das wichtigste Herkunftsland neuer Zuwanderer. Doch wächst der Anteil der Ungarn, Slowaken, Rumänen und Bulgarien beständig. Das Wachstum der Vorarlberger Beschäftigungsverhältnisse insgesamt ist seit 2011 überwiegend, nämlich zu 56 Prozent, ausländischen Frauen und Männern geschuldet. Der andere Teil geht fast ausschließlich auf das Konto inländischer Frauen. Österreichische Männer hingegen spielen für das Beschäftigungswachstum laut Studie kaum mehr eine Rolle. 

Für AK-Präsident Hubert Hämmerle wird ein erster Auftrag überdeutlich: „Wir brauchen vermehrt Fachkräfte. Deshalb muss die heimische Wirtschaft vor allem die eigene Facharbeiterausbildung intensivieren. Nur was an Fachkräftemangel aus eigenem Potential nicht gedeckt werden kann, lässt sich unter Umständen durch kontrollierte Zuwanderung lösen.“  

Damit eine kontrollierte Zuwanderung glücken kann, bedarf es individueller Konzepte. Die neu Zugewanderten weisen unterschiedliche Qualifikationsniveaus, Wanderungsmotive und Wanderungsgeschichten auf. Sie vernetzen sich via Internet und soziale Medien und sind auch über diese Wege gut ansprechbar.

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