19.11.2020

Sonntagsöffnung „kommt nicht in Frage“

AK strikt gegen WK-Vorschlag für verkaufsoffene Sonntage im Advent

Weil der zweite Lockdown dem Handel einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, fordert WK-Präsident Harald Mahrer nun nach dem 6. Dezember längere Öffnungszeiten und die Erlaubnis zur Sonntagsöffnung. „Und das alles auf dem Rücken der Angestellten, die eh schon total bedient sind“, schüttelt AK-Präsident Hubert Hämmerle den Kopf. „Was für eine irrwitzige Art, Weihnachten retten zu wollen.“ 

Dass Handelsangestellte schlecht bezahlt sind, ist wirklich kein Geheimnis. Hunderttausende sind österreichweit in Kurzarbeit. Viele bangen um ihre Jobs. Doch mit Sonntagsöffnung und längeren Öffnungszeiten an den Werktagen im Advent wird ihre Misere nur größer.  

„Ja“, sagt Hämmerle, „der Handel leidet. Das sehen wir auch. Aber die Kaufkraft wird durch verkaufsoffene Sonntage nicht über Nacht wachsen.“ Mahrers Hauruckaktion würde kaum Wunder bewirken, aber viel Elend erzeugen. Gerade die Handelsangestellten, die in den vergangenen Monaten arg drangekommen sind und sich permanent einem gesundheitlichen Risiko aussetzten, brauchen die Erholung am Sonntag dringend. 

Bezeichnend ist für den AK-Präsidenten, dass Mahrers Vorschlag nicht einmal in den eigenen Reihen auf Jubel stoße. Selbst der Handelsverband habe sich äußerst reserviert gezeigt. „Dass Josef Schellhorn (Neos) und Richard Lugner die Idee beklatschen, spricht dagegen Bände. Für uns kommt eine Sonntagsöffnung schlicht nicht in Frage“, betont Hämmerle und weiß sich mit der Allianz für den freien Sonntag in allerbester Gesellschaft.


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