15.11.2017
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Schon wieder sollen Arbeitnehmer draufzahlen

Im Windschatten der Diskussionen um die Abschaffung der Sozialpartnerschaft bringen sich die Industrielobbyisten mit ihren Forderungen in Stellung. Zusammen mit dem Cartellverband will man eine Anhebung des Pensionsantrittsalters. „Offensichtlich hat die Industriellenvereinigung jeden Kontakt zur arbeitenden Bevölkerung verloren“, meint dazu AK-Präsident Hubert Hämmerle. „Es wäre viel gescheiter, wenn sich Kapsch & Co Gedanken darüber machen würde, wie man ausreichend Arbeitsplätze für Ältere zur Verfügung stellen und Menschen bis zum 65. Lebensjahr gesund in Beschäftigung halten kann.“ 

Zwar gibt es Zahlen darüber, dass wegen der sinkenden Kosten der Beamtenpensionen bis 2060 nur mit einem minimalen Anstieg der Pensionskosten von 14,1 auf 14,5 bis 14,8 Prozent der Wirtschaftsleistung zu rechnen ist. Diese Prognosen sind dem Industrie-Lobbyisten-Verein „Agenda Austria“ aber viel zu positiv. Was nicht sein kann, das bekanntlich nicht sein darf.  

Trotz vielfacher Bemühungen sei für viele Betriebe alterns- und altersgerechte Arbeit noch immer kein Thema. „Wenn man sich vor Augen hält, dass Menschen über 50 mittlerweile kaum mehr eine Chance am Arbeitsmarkt haben, dann frage ich mich, was diese Forderung der Industriellenvereinigung eigentlich soll“, sagt der AK-Präsident. Vermutlich gehe es einmal mehr darum, Belastungen in Richtung Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verlagern, während die Konzerne Milliarden Euro steuerschonend auf Paradies-Inseln vergraben.

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