21.3.2018

Mahnschreiben ohne Unterlass

Erneut werden Vorarlberger mit Mahnschreiben bombardiert, die täuschend echt „längst fällige Beträge“ einfordern. Aber es ist Betrug, nichts weiter. Deshalb rät die AK Vorarlberg dringend: Nicht regieren, sondern entsorgen.  

Eine Bregenzerwälderin war reichlich verwundert als sie von der „Norsia Kasse Inkasso“ schriftlich aufgefordert wurde, endlich ihre Schulden zu bezahlen. Wofür sie genau in der Kreide stand, war dem Schreiben nicht zu entnehmen, wohl aber der Betrag: 573,36 Euro zuzüglich Mahnkosten von 13,13 Euro. Freundlicherweise hatte die Norsia Kasse auch gleich einen Erlagschein parat, den die Bregenzerwälderin nur noch ausfüllen musste. Das tat sie nicht. Und sah sich nur zwei Wochen später mit der nächsten Forderung konfrontiert. 

Diesmal verlangte für eine gewisse „Kanzlei Stucko“ ein Rechtsanwalt namens „Dr. Thomas Müller“ 419,49 Euro. Herr Müller scheint ein umtriebiger Kerl zu sein. Er gab Kanzleiadressen in London, Frankfurt und Wien an. „Wir sprechen Deutsch, Englisch, Französisch.“ Das aber war der Bregenzerwälderin herzlich egal. Sie trug beide Schreiben in ihre AK. Dort stapeln sich auf dem Schreibtisch von Konsumentenschützer Franz Valandro schon ähnliche Fälle. Für alle gilt: „Das ist dreister Betrug.“ Die Schreiben sind übrigens durch die Bank wortident formuliert und taugen allenfalls für den Papierkorb.  

Kunden, die Fragen haben, wenden sich an ihre AK Vorarlberg.

Rückfragehinweis: AK-Konsumentenberatung, Dr. Franz Valandro, Telefon 050/258-3000, franz.valandro@ak-vorarlberg.at

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