21.3.2018

Die GASCHT wurde freundlich

„In der finalen Fassung der neuen Tourismus-Ausbildung GASCHT sehen wir unsere Forderungen erfüllt“ kommentiert ein zufriedener AK-Präsident Hubert Hämmerle die Konzeption der im Herbst startenden Ausbildung. Für das ursprünglich angedachte Konzept einer vierjährigen Schule, welche die Jugendlichen ohne Lehrabschluss in die Arbeitswelt geschickt hätte, wäre für Hämmerle eine Zustimmung nicht möglich gewesen.  

Deshalb freue es ihn, so Hämmerle, dass in Zusammenarbeit mit WK-Präsident Hans Peter Metzler erreicht werden konnte, dass im Rahmen der GASCHT auch ein Lehrverhältnis begründet wird. „Ähnlich wie bei der Werkraumschule Bregenzerwald, die wir durchaus als Vorzeigemodell sehen, erhalten die Schüler der GASCHT am Ende der Ausbildungszeit nicht nur einen Hotelfachabschluss, sondern sie legen gleichzeitig auch eine offizielle Lehrabschlussprüfung ab“, erklärt der AK-Präsident. 

Dass die GASCHT die Prüfungen nicht selbst abnehmen wird können, sondern an einer der Hotelfachschulen im Wege einer Externistenprüfung absolviert werden, sei ein vernachlässigbares Manko. Viel wichtiger sei, dass die Jugendlichen einen Lehrbrief erhalten und dadurch die Lehrausbildung im Tourismus nicht an Wertigkeit verliert. Im Gegenteil: In Gesprächen mit der Wirtschaftskammer und dem Land Vorarlberg konnte geklärt werden, dass die neue Ausbildungsform auch eine möglichst enge Kooperation mit der Landesberufsschule eingehen wird. Damit profitierten auch jene Jugendlichen, die sich für eine klassische Lehrausbildung entschieden haben. „Es hängt maßgeblich von den handelnden Personen ab, inwieweit Lehrausbildungen im Gastgewerbe im Sog dieser neuen Ausbildungsform ebenfalls an Innovationen gewinnen können“, ist Hämmerle überzeugt. Diese Innovationen brauche die Tourismus-Branche dringend. Nicht nur im Bereich der Ausbildung, sondern auch in der Steigerung ihres Images bei den Arbeitnehmern. 

Der Tourismusstrategie 2020 folgend, sollte der Wunsch nach einem „Great place to work“ auch für die Arbeitnehmer jene Verbesserungen mit sich bringen, die es für dieses Ziel benötigt. Dazu gehören Aus- und Weiterbildung ebenso wie ordentliche und wertschätzende Entlohnung. „Deshalb freut es mich auch besonders, dass unsere Forderung nach Anrechnung der beiden ersten Schuljahre auf die verkürzte Lehrzeit im Rahmen der GASCHT auch hinsichtlich der Lehrlingsentschädigung erfüllt wurde“, zeigt sich AK-Präsident Hämmerle zufrieden.

Schließlich sollen mit der GASCHT nicht nur neue Fachkräfte gewonnen werden. Es wäre auch wünschenswert, dass sich die Branche so entwickelt, dass Menschen aus Vorarlberg für einen Arbeitsplatz im Tourismus begeistert werden können.

 

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