20.6.2017
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Die Fortsetzung des Routenplaner-Krimis

Zuerst „Media Solution GmbH“, dann „Solution 24 GmbH“, jetzt „Digital Works GmbH“: Das Routenplaner-Netzwerk kennt keine Grenzen. Die Masche ist überall dieselbe: Für eine angebliche Mitgliedschaft bei einem Routenplaner sollen über 500 Euro bezahlt werden, denn sonst kommt der Gerichtsvollzieher. Die AK Vorarlberg rät davon ab, Zahlungen zu leisten und empfiehlt namhafte Routenplaner, die übrigens kostenlos sind. 

Sobald eine Website der Abo-Falle aufgedeckt wird, taucht eine neue auf. Die Abzocker scheinen über ein gut ausgebautes Netzwerk zu verfügen. Und es scheint sich auszuzahlen: Denn täglich wenden sich eingeschüchterte Betroffene an die AK-Konsumentenberatung. Im E-Mail, das jetzt von der „Digital Works GmbH“ versandt wird, drohen die Schwindler mit „erheblichen Kosten“ für ein „gerichtliches Mahnverfahren“ sowie „weiteren Nachteilen wie: negativer Eintrag in das Schuldenregister, Lohn- und Kontopfändung und Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher“.  

Die auffällige Verwendung von Großbuchstaben bei Stichwörtern wie „letztmalig“ oder „unverzüglich“ scheint Teil des Einschüchterungsmanövers zu sein. Aufgelistet wird dann, wann der Konsument sich auf welcher Seite registriert haben soll und welchen Nutzungsbedingungen damit zugestimmt wurde – das soll wohl Glaubwürdigkeit verleihen. Bezahlen müsse man UMGEHEND stolze 520 Euro, und zwar innerhalb von sieben Tagen – ganz bequem per Amazon-Gutschein, natürlich. Weil man „nachweislich den Dienst in Anspruch genommen“ habe.  

Die AK-Konsumentenberatung warnt eindringlich vor der Abzocke: Keinesfalls Zahlungen leisten! „Es besteht hier keine Zahlungsverpflichtung“, so AK-Konsumentenberater Dr. Franz Valandro. Er rät zu – übrigens kostenlosen – Routenplanern wie jene von Verkehrsclubs oder beispielsweise Google Maps. „Im Zweifelsfall kann auch die Watchlist Internet des Internet Ombudsmann konsultiert werden. Hier wird regelmäßig vor Abo-Fallen und anderen Betrügern im Internet gewarnt.“

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