Die 5 Titel der Shortlist © oesterreichischer-buchpreis.at
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Österreichischer Buchpreis 2022

Der Österreichische Buchpreis wird jedes Jahr vom Bundesministerium für Kultur, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien initiiert. Auf der Shortlist 2022 findet sich neben prominenten Namen wie Robert Menasse („Die Erweiterung“), einem der bekanntesten Autoren der Alpenrepublik, auch die Bludenzer Schriftstellerin Verena Rossbacher („Mon Chéri und unsere demolierten Seelen“). Die Preisverleihung findet am 21.11.2022 statt.

Alle Titel der Long- und Shortlist können Sie bei uns ausleihen!

Fretten

Helena Adler, Jung und Jung Verlag
August 2022, 192 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3-99065-057-8

Die Protagonisten des Buches leidet an „Herkunftshader“ – und an der österreichischen Provinz - einer Welt des Verschweigens des Unschönen und Ungeklärten im Dorfverband und der gleichzeitigen scharfen Abtrennung des „Fremden“. „Fretten“ erzählt vom ländlich Schönen der Kindheit, von jugendlichem Aufbegehren, Alternativlosigkeit, die sich in Gewalt entlädt, ebenso wie von Mutterschaft, ohne anzuklagen oder zu richten.


Wilderer

Reinhard Kaiser-Mühlecker, S. Fischer Verlag
März 2022, 352 Seiten, 24,70 Euro, ISBN 978-3-10-397104-0

Reinhard Kaiser-Mühlecker, selber aus dem bäuerlichen Umfeld stammend, erzählt in „Wilderer“ die Geschichte des Jungbauern Jakob, der mit seiner Frau Katja den Hof rettet und eine Familie gründet. Aber Zweifel bleiben: wollte Katja, ursprünglich Künstlerin, einfach nur einmal „einen Bauern haben“? Eine Geschichte über Herkunft und existenzielle Verlorenheit in einer Welt, die sich radikal ändert.

Geschichte eines Kindes

Anna Kim, Suhrkamp Verlag
August 2022, 220 Seiten, 23,70 Euro, ISBN 978-3-518-43056-9

In Anna Kims Geschichte eines Kindes geht es um die so wirkmächtige wie fatale Idee von »Rasse«, die bis heute nicht nur die Gesellschaft prägt, sondern auch den privaten Raum durchdringt, Familien entzweit, Karrieren verhindert, Lebenswege bestimmt. Klug und berührend erzählt dieser Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht, wie wir aufeinander schauen und was wir glauben, im anderen zu sehen.

 

Die Erweiterung

Robert Menasse, Suhrkamp Verlag
Oktober 2022, 653 Seiten, 26,80 Euro, ISBN 978-3-518-43080-4

In „Die Hauptstadt“ sollte das polnischen Auschwitz die politische und symbolische Mitte Europas werden. In „Die Erweiterung“ geht es um die EU-Beitrittskandidaten. Ausgerechnet Albanien soll den Mitgliederstatus erhalten - naturgemäß hat das Projekt in der EU mehr Feinde als Freunde. Und Robert Menasse wäre nicht Robert Menasse, würde er diese politische Abenteuergeschichte nicht mit einem ebenso packenden wie witzigen Plot auskleiden. Der politische Konflikt der beiden Blutsbrüder ist aber nur der Rahmen, innerhalb dessen sich eine Vielzahl von Schicksalen entscheidet, kühne Pläne und große Lebensanstrengungen auf die Probe gestellt werden, bis es zum Showdown kommt, auf dem schwankenden Boden eines albanischen Kreuzfahrtschiffs.


Mon Chéri und unsere demolierten Seelen

Verena Roßbacher, Kiepenheuer & Witsch
März 2022, 512 Seiten, 24,70 Euro, ISBN 978-3-462-00119-8

Charly Benz, seit 43 Jahren irre optimistisch und gut gelaunt, arbeitet im Marketing einer Berliner Foodcompany, ernährt sich von angebrannten Croissants und bespricht ihre Beziehungsprobleme - die darin bestehen, dass sie keine Beziehung hat - mit ihrem einzigen Freund, Herrn Schabowski, einem sechzigjährigen Mann, der ihre Post und Ängste sortiert. Doch als dieser eine tödliche Diagnose erhält, eine Systemische Familienaufstellung katastrophal endet und sie auf einmal drei Interessierte vor der Türe hat, war das beileibe noch nicht alles: sie ist schwanger. Da hilft nur eines: sie flüchten nach Bad Gastein ins leerstehende Hotel von Charlys verstorbenem Vater. Dort stellen sie fest: Die Verwandtschaft kann man nicht aussuchen - die Familie aber schon.


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