Pensionskassen sollen Verlust selber tragen

Betriebliche Pensionskassen wälzen Verluste am Aktienmarkt auf Versicherte ab – AK-Präsident Hämmerle fordert künftig eine Mindestzinsgarantie – Nicht Aktionäre, sondern Versicherte sollen profitieren. 

Österreichs Betriebliche Pensionskassen haben im vergangenen Jahr ein Minus von fünf Prozent beim Anlageergebnis verbucht. Das hatte Pensionsverluste bei einigen Versicherten zur Folge. Die AK fordert deshalb eine Mindestzinsgarantie, damit nicht die Versicherten die Verluste tragen müssen.

1990 hat der Gesetzgeber neben der staatlichen Pension eine zweite Säule verankert: die Betriebliche Altersvorsorge. Der Arbeitgeber zahlt den Abfertigungsanspruch seines Mitarbeiters in eine Pensionskasse ein. Die Kasse wiederum legt dieses Geld an und zahlt den bis dahin größer gewordenen Betrag beim Pensionsantritt wieder aus.

Mittlerweile verwalten die neun Pensionskassen in Österreich fast 24 Milliarden Euro. Aber je nachdem, wie die Kassen die Gelder der Versicherten anlegen und wie sich die Aktienmärkte verhalten, erwirtschaften die Pensionskassen Gewinn oder Verlust. AK-Präsident Hubert Hämmerle fordert daher eine Mindestzinsgarantie der Kassen. Das gab es bis 2003, wurde aber von der damaligen Bundesregierung abgeschafft. Die Kassen sollen künftig die Verluste selbst tragen.

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