Pension: Neue Regelung muss für alle gelten

45 Jahre sind genug – AK-Hämmerle fordert: Neue Regelung darf Jahrgänge 1954 bis 1957 nicht übergehen! – FCG.ÖAAB bringt Anliegen in Vollversammlung.

Kurz vor den Neuwahlen hat der Nationalrat noch beschlossen, dass Langzeitversicherte nach 45 Beitragsjahren aufgrund von Erwerbsarbeit mit 62 abschlagsfrei in Pension gehen können. So weit, so gut. Das entsprach einer uralten Forderung der AK Vorarlberg. Nur leider wurde auf die Jahrgänge 1954 bis 1957 vergessen. „Das muss geändert werden“, fordert AK-Präsident Hubert Hämmerle.

Enttäuscht und verärgert

„Es haben sich bei mir und auch bei unseren Sozialrechts­experten in den vergangenen Wochen Dutzende Neo-Pensionisten gemeldet, die sich vollkommen vor den Kopf gestoßen fühlen“, sagt Hämmerle. Der Grund dafür: Sie sind in den vergangenen Jahren mit Abschlägen von bis zu 12,6 Prozent in Pension gegangen, obwohl sie 540 Beitragsmonate zusammen hatten und auch schon 62 Jahre alt waren.

Einheitlicher Tenor: Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir noch ein paar Monate mit der Pension zugewartet! Deshalb fordert die AK, dass die am 19. September 2019 vom Parlament beschlossene Regelung, wonach Langzeit­versicherte mit 540 Beitragsmonaten und 62 Jahren ab 1.1.2020 abschlagsfrei in Pension gehen können, auch auf die Jahrgänge 1954 bis 1957 ausgeweitet wird. „Denn Gerechtigkeit muss sein!“, so Hämmerle, der in der kommenden AK-Vollversammlung am 12. November 2019 einen entsprechenden Antrag einbringen will. „Es ist zutiefst ungerecht, wenn alle Langzeitversicherten mit 540 Beitragsmonaten ab 62 Jahren abschlagsfrei in Pension gehen können, nur vier Jahrgänge nicht, nämlich jene von 1954 bis 1957. Das kann es nicht sein“, erklärt Hämmerle. Da werde der Vertrauensgrundsatz geradezu mit Füßen getreten.

Ebenfalls unverständlich sei, dass Präsenz- und Zivildienstzeiten nicht berücksichtigt werden. „Auch diese Zeiten gehören angerechnet“, ist der AK-Präsident überzeugt. Auch das wird im Antrag stehen.

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