5.6.2013
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Über 19.000 Beratungen im Konsumentenschutz jährlich als Schutz vor Missbrauch

Die Liberalisierung der Märkte (Energie und Telekommunikation) und die neuen Informationstechnologien haben eine ganze Reihe neuer Problemfelder aufgeworfen, welche entsprechende konsumentenpolitische Antworten benötigen. AK-Präsident Hubert Hämmerle setzt sich für bessere Verbraucherbildung, sowie die Verankerung des Themas Konsumentenschutz in den Lehrplänen der Schulen ein. Ein kostenloser Rechtsschutz für kammerzugehörige Arbeitnehmer/innnen hilft zudem im Falle von Missbrauch die eigenen Rechte durchzusetzen.

Die besten Gesetze und Verordnungen nützen nichts, wenn man sie nicht kennt. Die richtigen Informationen sind demnach Grundvoraussetzung, um sich im Marktgeschehen zurechtzufinden. Die AK Vorarlberg weiß durch ihren täglichen Kontakt mit Konsumenten, wo die Probleme liegen und wie diese angegangen werden. Fälle wie Missbrauch im Datenschutz, Missverständnisse bei Wohnkrediten und Mietverträgen oder Kostenfallen im Internet sind Probleme, die immer wieder auftauchen und unter Berücksichtigung der eigenen Rechte zum eigenen Vorteil gelöst werden können. Verbraucherbildung und Konsumenteninformation der AK werden laufend ausgebaut und AK-Präsident Hämmerle unterstreicht dies mit der Forderung nach einer verpflichtenden Aufnahme des Themas Konsumentenschutz in den Lehrplan der Schulen.

Kostenloser Rechtsschutz

Neben oftmaligem Informationsmangel ist das hohe Kostenrisiko problematisch bei der Durchsetzung der Konsumentenrechte, weshalb es eines leichteren Zugangs zum Recht durch einfachere und billigere Verfahren bedarf. Die Installierung von Schlichtungsstellen mit verbindlichem Charakter wäre eine Möglichkeit, Konsumenten schnell und zu vertretbaren Kosten zu ihrem Recht zu verhelfen. Ein kostenloser Rechtsschutz für alle kammerzugehörigen Arbeitnehmer/innen wird zudem von der Arbeiterkammer bereitgestellt. Diese Maßnahme ist Reaktion auf den zunehmend schärferen Wettbewerb um die Konsumenten und die immer komplexer werdenden Geschäftsbeziehungen zwischen privaten Kunden und Unternehmen. Anwälte werden mit der Durchsetzung von Konsumenteninteressen beauftragt, was neben dem individuellen Nutzen auch der Klärung wichtiger Grundsatzfragen dient und – wie oftmals bei Kreditzinsstreitigkeiten mit Banken – eine gewisse Präventionswirkung zeigt.

Im Jahr 2007 hat die AK Vorarlberg in neun Klagsfällen kostenlosen Rechtsschutz gewährt, welche größtenteils zur Gänze gewonnen wurden. Zudem betreute die Konsumentenberatung über 19.000 Fälle in den Bereichen der neuen Informationstechnologien, bei Versicherungsstreitigkeiten, bei Problemen rund ums Einkaufen etc.

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