Symbolbild SystemerhalterInnen © Agentur KB
Sie verdienen einen fairen Lohn von 1.700 Euro. © Agentur KB

Was kommt nach dem Danke?

#fairpay für Corona Held*Innen

Der wahre Wert eines Menschen erweist sich in der Krise. Jeder kennt das. Da werden verborgene Talente sichtbar. Aus unscheinbaren Existenzen werden Helden.

Der Ausbruch der Corona-Krise provozierte bange Fragen: Wird es genügend Lebensmittel geben? Halten die Spitäler stand? Wer kümmert sich um die Alten? Wird das ganze Netz unseres Alltags reißen? Aber es hielt. Krankenschwestern und Verkäuferinnen im Lebensmittelhandel, Reinigungskräfte, Lageristen und Zusteller gingen weiterhin zur Arbeit, während sich Hunderttausende im Homeoffice in Sicherheit brachten.

Die Wochen weitgehender Isolation machten deutlich, dass wir den Heldinnen und Helden des Alltags einen guten Teil der Bewältigung der Krise verdanken und dass manche Jobs eine größere Bedeutung für die Gesellschaft haben als andere. Doch im Vergleich zu anderen Berufsgruppen verdienen sie viel zu wenig im Verhältnis zu ihrer Verantwortung, Leistung und dem persönlichen Risiko, das sie im Einsatz für die Gesellschaft eingehen.

Über 5000 Teilnehmer*innen einer Umfrage zu #fairpay für Systemheld*innen haben sich bislang beteiligt. Sie haben die hohe Bedeutung dieser Berufe für die Gesellschaft unterstrichen und betont, welche Wertschätzung und Dankbarkeit sie ihnen gegenüber empfinden. 90 % sprechen sich für eine rasche und nachhaltige Verbesserung aus, denn sie erachten die Bezahlung für systemrelevante Berufe als nicht angemessen. Die Zustimmung zu einem Mindestlohn von 1.700 EUR ist gegeben. Tatsächlich aber gehen 22.400 Frauen und Männer im Einzelhandel, Gesundheits- und Sozialwesen und in den Pflegeheimen mit weniger Gehalt nachhause.

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Umfrage Zwischenfazit

Heldinnen und Helden – was kommt nach dem Danke? Unter diesem Titel versucht die AK Vorarlberg im Rahmen einer Umfrage die Meinungen der Vorarlberger*Innen zur Wertschätzung und Bezahlung der systemrelevanten Berufe einzuholen. In nur etwas mehr als zwei Wochen haben über 5.500 Personen daran teilgenommen und können das auch noch bis 10. Mai tun. In diesem Zwischenfazit analysieren wir die bisher 3.340 vollständigen Antwortsätze und Kommentare.

Die Grafik zur Bedeutung und Bezahlung von Corona Heldinnen und Helden zeigt ein eindeutiges Ergebnis: über 90 % der Befragten erachten eine faire Bezahlung sowie die Bedeutung systemrelevanter Berufe als „sehr wichtig“ oder „wichtig“.

Grafik  Bedeutung und Bezahlung von Corona Heldinnen und Helden © Grafik: AK Vorarlberg Quelle: Umfrage der AK Vbg , erstellt mit Datawrapper
Bedeutung und Bezahlung von Corona Heldinnen und Helden © Grafik: AK Vorarlberg Quelle: Umfrage der AK Vbg , erstellt mit Datawrapper

Dementsprechend sind die Aufmerksamkeit und das Interesse für diese Berufe zurzeit höher als vor und wahrscheinlich auch nach der Krise. Wir wollten daher wissen, ob sich Verhalten und Wertschätzung gegenüber Verkäufer*Innen, Pfleger*Innen usw. geändert haben. Während etwa 60 % angeben, die Wertschätzung sei gestiegen, blieb sie bei 40 % unverändert und auch 60 % gaben an ihr Verhalten nicht verändert zu haben. Ein großer Anteil der Befragten ohne Veränderung in Verhalten oder Wertschätzung stellte jedoch in den Kommentaren klar, dass sie schon vor der Krise wichtig für sie waren und eine gebührende Anerkennung zu jeder Zeit angebracht sei, auch ohne Corona Krise.

Dass das keine vereinzelte Meinung, sondern eine weit verbreitete Erkenntnis aus der Corona-Krise ist, zeigt uns das mehr als eindeutige Ergebnis auf die Frage, was nach den Dankesreden kommen soll. Denn 94 % der Befragten fordern konkrete Maßnahmen, wie beispielsweise eine höhere Entlohnung. Keine große Überraschung, denn die aktuelle Bezahlung für systemrelevante Berufe ist nur für 11 % der Befragten angemessen und nur etwas mehr als ein Drittel der Befragten würde für diesen Lohn in einem systemrelevanten Job arbeiten.

Die Umfrageergebnisse und Kommentare der Menschen machen uns klar, es ist „höchste Zeit“ und „schon lange überfällig“, dass Vollzeitarbeit mit mindestens 1.700 Euro netto im Monat wertgeschätzt wird.

Grafik Fairpay für Corona HeldInnen © Grafik: AK Vorarlberg Quelle: Umfrage der AK Vbg , erstellt mit Datawrapper
Fairpay für Corona Heldinnen und Helden © Grafik: AK Vorarlberg Quelle: Umfrage der AK Vbg , erstellt mit Datawrapper

Die Coronakrise hat deutlich gemacht, auf wen wir alle in schwierigen Zeiten angewiesen sind: auf die Mitarbeiter im Lebensmittelhandel, in der Pflege, in der Sozialbetreuung und im Gesundheitswesen. Deshalb ist jetzt nur fair, diese auch ordentlich zu entlohnen. Einen Stundenlohn von mindestens 10 Euro netto darf uns für diese Menschen nicht zu viel sein.

Rainer Keckeis

AK-Direktor zur fairen Bezahlung

wir fordern

Zeit für echte Veränderung

In Vorarlberg arbeiten tatsächlich mehr als 22.400 Frauen und Männer im Einzelhandel, Gesundheits- und Sozialwesen und in den Pflegeheimen für weniger als zehn Euro netto pro Stunde. Daran ändert weder der Beifall noch eine gut gemeinte Prämie etwas: Sie bleiben schlecht bezahlt. Teilweise ringen sie um ihre Existenz, überwiegend weiblich und in Teilzeit beschäftigt. Das ist ungerecht!

Die Arbeiterkammer Vorarlberg fordert daher die Dienstgeber im Handel, den Gesundheits- und Sozialberufen und die Vorarlberger Landesregierung auf, einen ersten Schritt hin zu einer konkreten und nachhaltigen Verbesserung zu gehen und für die systemrelevanten Berufsgruppen:

  • Vollzeitarbeit mit einem Gehalt von mindestens 1.700 Euro netto / monatlich wertzuschätzen!
  • Das sind ca. 10 EUR pro Stunde bei einer Vollzeitbeschäftigung

Um den Ankündigungen, Versprechen und Wünschen auch Taten folgen zu lassen, könnte das Land Vorarlberg in seiner Rolle als einer der größten Arbeitgeber in Vorarlberg ein Zeichen setzen und ein Vorbild für die Privatwirtschaft sein!

Würden unsere Forderungen für die Landesbediensteten in den Krankenanstalten umgesetzt werden, bedeutet das:

du bist gefragt

Jetzt brauchen sie deine Stimme!


 

„Wir haben in der aktuellen Krise wieder gesehen, dass die Menschen die unsere Gesellschaft am Laufen halten nicht immer auch die sind, die den größten Bonus ausbezahlt bekommen. Egal ob Pflegepersonal, Sicherheitskräfte, Supermarktmitarbeiter. Wer hart arbeitet, der soll auch künftig mehr zum Leben haben. Das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, aber in Zeiten wie diesen auch notwendig, um den Inlandskonsum wieder anzukurbeln.“

Sebastian Kurz

Bundeskanzler


Wir Wollen Veränderung

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