2.10.2015

Testfall Solidargemeinschaft

In der Flüchtlingskrise steht die EU seit Monaten als Solidargemeinschaft auf dem Prüfstand. Und die Realität sieht bedeutend schwieriger aus, als es in den gegenseitigen Freundschaftsbekundungen über Jahrzehnte zu lesen stand. Immerhin: Die EU-Innenminister haben sich darauf geeinigt, zunächst 120.000 Flüchtlinge auf die Mitgliedsstaaten zu verteilen. Ungarn, Tschechien, die Slowakei und Rumänien stimmten gegen die Quote. Finnland hat sich enthalten. Die 120.000 Flüchtlinge sollen über zwei Jahre nach festen Quoten verteilt werden. Der Beschluss betrifft zunächst nur 66.000 Flüchtlinge aus den am stärksten betroffenen Staaten Italien und Griechenland. Die anderen 54.000, die eigentlich aus Ungarn stammen sollten, werden zu einem späteren Zeitpunkt nach demselben Schlüssel aufgeteilt.

Bild teilenAufeilung der Flüchtlinge © Quelle: EU-kommission, UNICEF, APA, Grafik: KEYSTONE

Auf der Flucht vor dem syrischen Bürgerkrieg

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind über 7,6 Millionen Menschen innerhalb Syriens geflüchtet und mehr als 4,1 Millionen in die Nachbarländer.

Bild teilenAuf der Flucht vor dem Syrischen Bürgerkrieg © Quelle: EU-kommission, UNICEF, APA, Grafik: KEYSTONE

In dieser Serie:

Teil 1 - Ein Tag in Europa
Teil 2 - So funktioniert die EU
Teil 3 - So finanziert sich die EU
Teil 4 - Der Fall Griechenland
Teil 5 - Wie viel verträgt der Arbeitsmarkt?
Teil 6 - Wenn die Briten die EU verlassen
Teil 7 - Einsätze der EU im Ausland
Teil 8 - Testfall Solidargemeinschaft

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