23.9.2015
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Einsätze der EU im Ausland

Die Präsenz der EU auf der Weltbühne ist so vielschichtig wie das internationale Geschehen selbst. Die Außenhandelspolitik ist derzeit in Zusammenhang mit dem umstrittenen transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP in aller Munde. In der Entwicklungszusammenarbeit offenbart die EU das koloniale Erbe mancher Mitgliedsstaaten. Allerdings hat sich mit dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und der damit einhergehenden Neuorganisation der Staatenwelt in Ost- und Südosteuropa der regionale Fokus der Entwicklungszusammenarbeit verändert. Die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) schließlich ist ein noch vergleichsweise junges Projekt. Anfangs überließ man dieses Handlungsfeld den einzelnen Staaten und der NATO. Aber spätestens die erste Ölkrise im Herbst 1973 führte den Europäern ihre wirtschaftliche und politische Abhängigkeit von weltweiten Entwicklungen vor Augen. Die bereits 1970 eingerichtete „Europäische Politische Zusammenarbeit“ (EPZ) setzte erste abgestimmte Schritte einer europäischen Nahostpolitik. Daraus erwuchs 1993 die GASP. Militäreinsätze gelten als das letzte Mittel im Instrumentenkasten der GASP. Sie sind teuer und riskant. Die Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika etwa verschlingt ein Jahresbudget von 17,9 Mio. Euro. Vordringlich setzt die EU deshalb auf politische und wirtschaftliche Aktionen und die Diplomatie.

Seit 2003 hat die EU rund 30 Militäroperationen und zivile Missionen auf drei Kontinenten durchgeführt. Alle dienten der Krisenbewältigung. Die Bandbreite reicht von friedensstiftenden Maßnahmen in Indonesien nach dem Tsunami bis zum Schutz von Flüchtlingen in Mali und der Zentralafrikanischen Republik.

Federica Mogherini
Die ehemalige italienische Außenministerin arbeitet derzeit als Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik. Sie ist seit 1. November 2014 im Amt. Ihr steht der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) mit etwa 1600 Mitarbeitern zur Verfügung.
Internet: eeas.europa.eu

Einsätze der EU im Ausland © Quelle: Bundeszentrale für Politische Bildung, Grafik: KEYSTONE


In dieser Serie:

Teil 1 - Ein Tag in Europa
Teil 2 - So funktioniert die EU
Teil 3 - So finanziert sich die EU
Teil 4 - Der Fall Griechenland
Teil 5 - Wie viel verträgt der Arbeitsmarkt?
Teil 6 - Wenn die Briten die EU verlassen
Teil 7 - Einsätze der EU im Ausland

Wenn die Briten die EU verlassen

Bertelsmann-Stiftung spielt drei Szenarien durch – immer zahlt Großbritannien drauf – 2018 muss sich das Volk zum zweiten Mal entscheiden.

Wie viel verträgt der Arbeitsmarkt?

Österreich nimmt 28.000, Deutschland über 200.000 Asylbewerber auf, Portugal nur 500 – EU will Flüchtlinge gerechter verteilen.

EU und Griechenland

Finden EU und Griechenland noch einen Ausweg aus der Krise? Pyrovolikos Panagiotis erzählt über sein Griechenland.

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