4.12.2015

Das große EU-Quiz

Das ganze Jahr über bildete die EU ein Schwerpunktthema in der AKtion. Schließlich ist die Europäische Union längst fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Aber wie gut kennen wir sie? Testen Sie ihr Wissen!

FRAGE 1: In welcher Stadt hat die Europäische Zentralbank ihren Sitz?

  • Paris
  • Frankfurt am Main
  • London
  • Wien

Antwort

Frage 1: Die Währungspolitik in den EU-Staaten wird von der Europäischen Zentralbank bestimmt. Ihren Sitz hat die Bank in Frankfurt am Main. Seit 2011 führt der italienische Bankmanager und Wirtschaftswissenschaftler Mario Draghi die EZB.

FRAGE 2: 1957 wurde die Zusammenarbeit auf die gesamte Wirtschaft ausgeweitet. In welcher Stadt wurden die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EAG oder Euratom) gegründet?

  • Paris
  • Rom
  • Luxemburg
  • Brüssel

Antwort

Frage 2: Damit das europäische Projekt nicht mit der Kohle an Bedeutung und Bindekraft verlor, wurde die Zusammenarbeit auf die gesamte Wirtschaft ausgeweitet. 1957 wurden in Rom die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EAG oder Euratom) gegründet, die zum 1. Januar 1958 ihre Arbeit aufnahmen.

FRAGE 3: In welchem Politikfeld wurde zuerst eine gemeinschaftliche Politik der Mitgliedstaaten entwickelt?

  • Agrarpolitik
  • Verteidigungspolitik
  • Wirtschaftspolitik
  • Sozialpolitik

Antwort

Frage 3: Als erste gemeinschaftliche Politik wurde die Agrarpolitik entwickelt. Dies erklärte sich durch die Hungererfahrungen des Krieges und der Nachkriegszeit sowie durch die Bedeutung, die die Landwirtschaft in den EG-Ländern nach wie vor hatte, vor allem in Frankreich.

FRAGE 4: Nach welcher Stadt sind die Kriterien benannt, die ein Land erfüllen muss, wenn es der EU beitreten will?

  • Brüssel
  • Straßburg
  • Lissabon
  • Kopenhagen

Antwort

Frage 4: Weil man sich 1993 in der dänischen Hauptstadt auf die Maßstäbe einigte, werden sie Kopenhagener Kriterien genannt. Sie legen fest, dass ein Staat nur dann in die EU aufgenommen werden kann, wenn er rechtsstaatlich und demokratisch verfasst ist, wenn seine Wirtschaftsordnung marktwirtschaftlich und in der Lage ist, dem Druck der EU-Marktkräfte standzuhalten, und wenn darüber hinaus die Bereitschaft und Fähigkeit besteht, das Gemeinschaftsrecht der EU (den sogenannten Acquis Communautaire) zu übernehmen und auch anzuwenden.

FRAGE 5: Welches Gremium besteht aus je einem Minister der 27 Mitgliedstaaten?

  • Europäischer Rat
  • Europäisches Parlament
  • EU-Kommission
  • Rat der Europäischen Union

Antwort

Frage 5: Der Rat der Europäischen Union ist einer der beiden Gesetzgeber der EU. Er besteht aus je einem Minister der derzeit 27 Mitgliedstaaten.

FRAGE 6: Welche Fraktion ist die größte im derzeitigen Europäischen Parlament?

  • Sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament
  • Europäische Volksparteien und Europäische Demokraten
  • Allianz der Liberalen und Demokraten in Europa
  • Union für das Europa der Nationen

Antwort

Frage 6: Die Fraktion der Europäischen Volksparteien und der Europäischen Demokraten ist mit 265 Sitzen die größte im EU-Parlament.

FRAGE 7: Wie hieß der französische Außenminister, der 1950 die „Montanunion“ ins Leben rief?

  • Robert Schuman
  • Georges Bidault
  • Maurice Schumann
  • Edgar Faure

Antwort

Frage 7: Am 9. Mai 1950, genau fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, schlug der französische Außenminister Robert Schuman eine Vereinigung der deutschen und französischen Schwerindustrie vor, an der sich auch weitere Staaten beteiligen sollten. Ziel war die Sicherung des Friedens unter den Mitgliedstaaten. Am 18. April 1951 unterzeichneten Frankreich, Deutschland, Belgien, Luxemburg, Italien und die Niederlande den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS bzw. Montanunion).

FRAGE 8: Nach dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon wird der Präsident des Europäischen Rates für eine Dauer von zweieinhalb Jahren gewählt. Welche Voraussetzungen müssen die Kandidaten erfüllen?

  • Sie müssen in ihrem Heimatland ein politisches Amt innehaben.
  • Sie müssen Mitglied des Europäischen Parlaments sein.
  • Sie dürfen kein nationales Amt ausüben.
  • Sie dürfen nicht Mitglied der Europäischen Kommission sein. 

Anwort

Frage 8: Tritt der Vertrag von Lissabon in Kraft, wird der Europäische Rat eine Präsidentin oder einen Präsidenten für zweieinhalb Jahre wählen (zuvor wechselte die Präsidentschaft halbjährlich). Sie oder er darf kein nationales Amt ausüben, es kann sich also nicht um den Regierungschef eines Mitgliedslandes handeln.

FRAGE 9: Welches Gebiet fällt ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich der EU?

  • Sicherheits- und Verteidigungspolitik
  • Energiepolitik
  • Bildungspolitik
  • Währungspolitik

Antwort

Frage 9: Die Währungspolitik fällt in den ausschließlichen Zuständigkeitsbereich der Europäischen Union.

FRAGE 10: Der europäische Binnenmarkt gewährt den freien Austausch auf vier Ebenen – Waren, Dienstleistungen, Kapital und …?

  • Arbeitskräfte
  • Steuereinnahmen
  • Geheimdienst-Informationen
  • Staatsschulden

Antwort

Frage 10: Die vier Freiheiten des europäischen Binnenmarkts betreffen den freien Austausch von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeitskräften über Ländergrenzen der Mitgliedstaaten hinweg. Binnenmarkt heißt, dass wir kaufen, arbeiten und investieren können, wo wir wollen.

FRAGE 11: 2007 hat die EU weitreichende Beschlüsse zur Bekämpfung der globalen Erwärmung gefasst. Um wie viel Prozent soll der Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 reduziert werden?

  • 7,5 Prozent
  • 20 Prozent
  • 42,5 Prozent
  • 55 Prozent

Antwort

Frage 11: Die EU hat 2007 weitreichende Beschlüsse gefasst, die man unter dem Titel „3 x 20 bis 2020“ zusammenfassen kann: Der Ausstoß von Treibhausgasen soll bis 2020 um 20 Prozent reduziert, der Energieverbrauch um 20 Prozent verringert und der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch auf 20 Prozent erhöht werden.

FRAGE 12: Worum geht es im Cotonou-Abkommen von 2000?

  • um die Aufhebung der EU-Binnenzölle
  • um ein Rechtshilfeabkommen mit südostasiatischen Staaten
  • um handels- und entwicklungspolitische Vereinbarungen mit afrikanischen/karibischen Staaten
  • um ein Programm zur Förderung strukturschwacher Regionen im EU-Raum

Antwort

Frage 12: Das Abkommen von Cotonou wurde 2000 in der Hauptstadt von Benin geschlossen. Es dient der direkten Unterstützung sowie der Wirtschaftspartnerschaft. Damit will man 79 Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (einschließlich Kuba und Südafrika) helfen, sich politisch und ökonomisch zu entwickeln.


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