30.5.2014
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Meilenstein: Neue Ausbildung für Kinderbetreuung erreicht

Vorarlberg erweitert das Angebot für Qualifizierung im Kinderbetreuungsbereich. Eine modulare Ausbildung soll den steigenden Personalbedarf decken. Start ist schon im September dieses Jahres. 

Die AK Vorarlberg fordert schon seit mehreren Jahren, die Lücken in der Qualifizierung im Kinderbetreuungsbereich zu schließen. Nun sind das Land Vorarlberg und der Gemeindeverband dieser Forderung nachgekommen und bieten verschränkte und modulare Lehrgänge für Kinderbetreuung, Schülerbetreuung und Kindergartenassistenz an. 

Im Bereich der Elementarpädagogik ist die Ausbildung Sache des Bundes und an den Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP) angesiedelt. Die Betreuung von Kindern in Spielgruppen und ähnlichen Einrichtungen wird vom Land geregelt, dessen Richtlinien vorschreiben, dass in jeder dieser Einrichtungen eine Person mit anerkannter pädagogischer Ausbildung sein muss. Dazu zählen Kindergartenpädagoginnen, Lehrerinnen und Sozialpädagoginnen. 

Anerkannte Ausbildung

Mehr als 1800 Menschen arbeiten im Ländle in der Kinder- beziehungsweise Schülerbetreuung, davon verfügen aber weniger als die Hälfte über eine anerkannte Ausbildung. Mit ein Grund: Bisher wurde eine anerkannte Qualifizierung im Land nur in begrenztem Umfang angeboten. 

Die Ausbildung gliedert sich in zwei Basismodule, einerseits der Grundlehrgang, andererseits das Spezialisierungs-Modul (Spielgruppen, Kinderbetreuungsassistenz, Kindergartenassistenz, Schülerbetreuung oder Tageseltern). 

Beide Module umfassen zusammen 215 Unterrichtseinheiten. Für Personen, die nicht in einem der Spezialisierungsbereiche tätig sind, kommen noch 150 Praxiseinheiten hinzu. 215 weitere Unterrichtseinheiten im zweiten Aufbaumodul berechtigen zur Leitung einer Kinderbetreuungsgruppe. Beim letzten Modul, welches zur Leitung einer Kinderbetreuungseinrichtung befähigt, ist noch nicht ausformuliert, in welchem Umfang unterrichtet wird. 

Klare Regeln

Ein Manko ist derzeit noch, dass es keine bundesweite oder länderübergreifende Anrechnung dieser Ausbildung gibt. Das heißt konkret, in einem anderen Bundesland kann man mit diesem Lehrgang beruflich nichts anfangen. „Dieses Ausbildungsangebot für den Bereich Kinderbetreuung ist ein sehr guter Anfang“, sagt AK-Präsident Hubert Hämmerle „aber es gibt sicher noch bei einigen Dingen Verbesserungspotenzial.“ So müsse der Teilnehmer am Ende einer solch intensiven Ausbildung einen österreichweit anerkannten Ausbildungsgrad erreichen können. Auch sei die Trennung der vorschulischen Kinderbetreuung nicht nachvollziehbar und in den anderen Bundesländern auch nicht vorhanden. 

„Wir brauchen eine Zusammenführung in der Elementarpädagogik und der altersübergreifenden Betreuung von Vorschulkindern. Zudem muss man klare Regeln für die Anrechenbarkeit dieses Lehrgangs auf die Gehaltsschemen der verschiedenen Träger bis hin zum Gemeindebedienstetengesetz formulieren. Das brächte Sicherheit für die Arbeitnehmer und die Rechte und Pflichten wären für alle Seiten transparent“, so Hämmerle abschließend.

  

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